Als einer der wenigen Hersteller bietet Woelcke ein Fernreise-Fahrzeug auf Fuso-Canter-Basis an. Der Woelcke Autark Explorer im Test.

Der Trend zum ausgewachsenen Lkw-Reisefahrzeug ist ungebrochen. Doch zu Recht schrecken viele Reisende vor den Begleiterscheinungen eines großen Fahrzeugs zurück: neue Führerscheine, hohe Unterhalts- und Fahrkosten, teure Maut und Fähren, dazu Fahreinschränkungen in vielen Städten Europas, von den grundsätzlichen Grenzen, die ein MAN TGA oder ein Mercedes Axor setzt, ganz abgesehen. Die Suche nach einem mittelgroßen Allrad-Fahrgestell, das Platz für eine komfortable Kabine bietet, ohne reisefertig die 7,5-Tonnen-Marke zu überschreiten, gestaltet sich mittlerweile allerdings schwierig.
Bis vor Kurzem wäre in diesem Fall der Vario von Mercedes-Benz noch eine gute Wahl gewesen. Er ließ sich sogar, wenn auch für viel Geld, auf vernünftige Einzelbereifung umrüsten und ist für seine Robustheit bekannt. Doch leider ist er seit Herbst 2013 nicht mehr erhältlich. Bei jährlich nur noch rund 3000 verkauften Modellen war Mercedes der Aufwand zu hoch, um die fortan nötige Euro-6-Einstufung zu erreichen. Stattdessen hat Mercedes den Vertrieb des Fuso Canter übernommen, den Leicht-Lkw aus dem Hause Mitsubishi. Er soll die Lücke füllen, die der Vario hinterlassen hat. Und das zu einem mehr als attraktiven Preis: Das nackte Fahrgestell mit einfachster Allrad-Konfiguration beginnt derzeit bei 50.000 Euro.
Der Kleinserien-Produzent aus Heimsheim hat auf dieser Basis den Woelcke Autark Explorer entwickelt, das, schaut man nicht direkt auf die 255/100-R16-Michelin-Räder, fast als normales Reisemobil durchgehen könnte. Und dieses Understatement ist auf Reisen manchmal gar nicht verkehrt.

EXPLORER - Sommer 2014
Wie sich der Woelcke Autark Explorer schlägt, zeigt dieses Video, mehr finden Sie in der EXPLORER-Sommer-Ausgabe 2014.
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