Wüstenzug durch Mauretanien: Filmtipp

Gezogen von einer gelb-blauen Lokomotive fährt Mauretaniens Wüstenexpress 700 Kilometer weit durch die Sahara.

Die Piste parallel zur Bahnstrecke von Nouadhibou nach M’Haoudat ist eine der legendären Offroad-Strecken in Nordafrika. Eine GEO-Reportage begleitet den Weg des Zuges durch die Wüste, zeigt, welche Bedeutung er für die Wüstenbewohner hat und mit welchen Schwierigkeiten Bahnführer und Passagiere zu kämpfen haben.

Transport für Eisenerz

Ursprünglich wurde die Bahnlinie des Wüstenzugs in den 60er Jahren für den Eisenerz-Abbau gebaut. In seinem Startort Zouérat leben mittlerweile die meisten der 50.000 Bewohner von der Eisenerz-Förderung.

Seitdem transportiert der Wüstenexpress, wie er genannt wird, jährlich Millionen Tonnen des Rohstoff an die Atlantikküste. Das ist noch immer seine hauptsächliche Aufgabe, auch wenn er für Land und Leute mittlerweile eine wichtige Verbindungachse durchs Land darstellt. Dementsprechend gibt es unter den über 100 Waggons nur einen Passagierwagen. Wer sich die Fahrt darin nicht leisten kann, darf umsonst auf den Erzcontainern mitfahren.

Jede Fahrt ein Abenteuer

Die Herausforderungen an Mensch und Technik während der 20-stündigen Fahrt sind immens: Blockaden durch Wanderdünen und Erosionen, Sand, Hitze und das schiere Gewicht des Zuges machen jede Fahrt zu einem Abenteuer – und einem Wagnis.

Die Reportage über den Wüstenzug gibt Einblicke in ein eher unbekanntes (Reise-) Land und ist noch bis 22. Januar 2022 in der Mediathek des Fernsehsenders ARTE zu sehen.

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