Der erste VW Crafter war ein verkanntes Genie. Jetzt ist die zweite Generation erhältlich, Seikel liefert passende Tuning-Komponenten. Was der neue Crafter kann, offenbart eine Probefahrt

Die Allrad-Geschichte der großen Transporter von Volkswagen war schon immer ein Auf und Ab. Ende der 1970er-Jahre greift das Unternehmen in die Vollen, lässt erst von Sülzer den kastigen LT auf Vierrad-Antrieb umrüsten, dann entstehen bei Steyr die als Noriker bekannten Prototypen mit Portalachsen. Am Ende übernimmt Volkswagen hausintern die Herstellung des Allrad-Kastenwagens, der mit etwas mehr als 1.200 verkauften Einheiten zwar auf Interesse stößt, aber kein Topseller wird. So ist es kaum überraschend, dass der 1996 folgende LT2 ab Werk nicht mit vier angetriebenen Rädern zu ordern ist. Und umso überraschender, dass VW mit dem ersten Crafter, der 2006 an den Start geht, antriebstechnisch wieder aufs Ganze geht: Achleitner bekommt den Zuschlag, um mit Werks-Segen Permanent-Allrad, Untersetzung und bis zu drei Differentialsperren zu montieren. Nun also wieder ein Schritt in die Gegenrichtung. Mit der zweiten Generation des Crafter fliegt der potente Allrad-Umbau aus dem Sortiment, VW setzt lieber auf die hausinterne „4Motion“-Technik, basierend auf einer automatischen Haldex-Kupplung, bei Bedarf immerhin ergänzbar um eine vollwertige Differentialsperre an der Hinterachse. Für echte Offroad-Fans ist das sehr kurz gesprungen, zumal der Permanent-Allrad nicht einmal mit einer Höherlegung und einer geländetauglicheren Bereifung einhergeht. Wir machen eine Probefahrt.

EXPLORER - Winter 2017/2018
Was der neue Crafter für Möglichkeiten bietet und ob er an seinen Vorgänger anknüpfen kann lesen Sie in der Winterausgabe 2017/2018 des EXPLORERJetzt bestellen