Albanien: Vjosa zum Nationalpark erklärt

Im Südwesten der Balkanhalbinsel liegt nun der erste Wildfluss-Nationalpark Europas
Albanien Offroad: Das Land der 1000 Gesichter

Albanien hat die Vjosa und ihre Zuflüsse zu Europas erstem Wildfluss-Nationalpark erklärt. Ministerpräsient Edi Rama unterzeichnete am 15. März ein entsprechendes Dekret. Insgesamt stehen nun rund 400 Kilometer Flusslauf und 127 Quadratkilometer Land unter strengem Schutz. Die Vjosa selbst, die im griechischen Pindusgebirge entspringt und ins Adriatische Meer mündet, macht davon 272 Kilometer aus.

 

Der Fluss mit seinen bis zu drei Kilometer breiten Schotterbänken ist Heimat von über 1.000 Pflanzen- und Tiergattungen, darunter auch über ein Dutzend Arten, die laut IUCN zu den bedrohten Arten zählen. Naturschützer hatten über zehn Jahre gegen den Bau von 46 Staudämmen protestiert, die zur Erzeugung von Wasserkraft dienen sollten. Stattdessen sollen nun Besucherzentren sowie Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen entstehen.

 

Die Entscheidung soll auch den nachhaltigen Tourismus fördern: 2022 kamen bereits 7,5 Millionen Touristen nach Albanien. Über die bedrohte Region hat der explorer bereits im vergangenen Jahr berichtet. Wie sehenswert das Land ist, zeigt auch die ausführliche Reisereportage aus der explorer-Ausgabe 04 2018.

 

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Mehr Informationen

 

Wer eine Reise nach Albanien unternehmen will, durchquert von Deutschland aus auch Slowenien: Eine Reisegeschichte dazu gibt es im explorer 23-03.

 

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