Genug ist genug – Wieviel Allrad ist notwendig?

Muss es immer der hochgezüchtete 4x4 sein, mit Permanentallrad und drei Differentialsperren? Wie weit man auch mit einem einfach konstruierten Zuschalt-Allrad ohne Achssperren und Offroad-Reifen kommt, lesen Sie im EXPLORER 2019-05

Allrad Kastenwagen im Vergleich

Jeder kennt ihn, den Eisdielen-­Faktor. Wie vielen Gästen fällt staunend die Waffel aus der Hand, wenn man im Sommer mit wummernder Stollenbereifung am Lieblings-­Café vorfährt? Ein Spaß, den sich wohl jeder Besitzer eines Offroad-­Campers einmal gönnt, schließlich ist man ja schon stolz auf sein Gefährt. Mit Vernunft hat das natürlich nichts zu tun, aber streng genommen ist Eis essen ja auch unvernünftig.
Doch passt das überhaupt ­zusammen, Offroad-Reisen und Vernunft? Blickt man auf die Europakarte und tief in sein Herz, kennt man die Antwort: eigentlich nicht. Der Wagen hochgerüstet, weil ­irgendwo fernab dieses eine undurchdringliche Hindernis wartet. Die Ohren taub vom Lärm der Reifen. Die Freundin fort, geflohen vor dem rauen Federungskomfort. Die Geldbörse leer vom unbändigen Durst der Maschine. Selbst für ein Eis reicht es nicht mehr.
Ist es also doch einmal an der Zeit, zu schauen, mit welchem Maß an Vernunft man dennoch auf Reisen noch große Abenteuer erleben kann?
Allrad-Kastenwagen sind derzeit das Fortbewegungsmittel der Stunde, entscheidet man sich für einen Neuwagen. Sparsam im Verbrauch, flott, durchzugsstark, im Alltag unauffällig, Platz für vier und das Wichtigste: jeder Selbst­ausbauer kann direkt mit dem Innenausbau los­legen, ohne große Abstimmung mit dem TÜV, sogar die 3,5 Tonnen Gesamt­gewicht lassen sich einhalten. Das klingt doch schon einmal sehr vernünftig. Auch die Auswahl ist groß, von Fiat bis Mercedes hat jeder etwas im Programm.

EXPLORER - Ausgabe 2019-05
Dieses sowie weitere interessante Themen für Allrad-Globetrotter finden Sie in der Ausgabe 2019-05.Jetzt bestellen