Eigentlich wollte er in Rente gehen, doch nach der Weltreise legte er noch einmal richtig los: im April eröffnet Jörn Kerkamm seinen neuen Firmensitz

Der Plan: den Betrieb übergeben, auf Weltreise gehen und die Rente genießen.
Die Umsetzung: den Betrieb übergeben, auf Weltreise gehen, um anschließend Weltreisemobile zu bauen.
Der neue Plan: einen neuen Firmensitz schaffen.

So lautet zumindest die Kurzfassung der letzten Jahre im Hause Kerkamm. Ende März will Jörn Kerkamm mit seinem Betrieb in das neue Gebäude umziehen, eröffnet werden soll dieser im April. „Das Gebäude ist für die Branche recht ungewöhnlich. Wir werden sehr viel Wert auf Service und Technik legen“, berichtet Jörn Kerkamm. Der vordere Trakt wird an der 25 Meter langen Front verglast sein, neben Büroplätzen wird hier zudem ein Vorführfahrzeug Platz finden. Zum Teil wird das Gebäude auch zweigeschossig sein. Im Shop bietet das Unternehmen Zubehör-Ausstattung an, die deutlich auf den Bedarf von Weltreisenden ausgelegt ist, wie beispielsweise Sandbleche und Bergegurte.

Im Hinteren Teil des Gebäudes können zur gleichen Zeit acht Fahrzeuge untergebracht werden. Und auch hier merkt man: Jörn Kerkamm achtet nicht nur auf die Details seiner Fahrzeuge sondern auch auf die in seiner Halle. Fahrzeuge können auf einer Seite des Gebäudes durch eines der vier breiten Tore einfahren und statt später umständlich rückwärts rangieren zu müssen, kann es anschließend durch das Tor auf der gegenüberliegenden Seite wieder herausfahren.

Ausgestattet sein wird die neue Halle unter anderem mit einem digitalen Bremsenprüfstand für Fahrzeuge mit Permanent-Allrad, einem Scherenprüfstand sowie mit einer Vier-Säulen-Hebebühne. Hauptuntersuchungen können hier ebenfalls durchgeführt werden, denn die neue Werkstatt ist mit einer Schweinwerfer-Einstellfläche ausgestattet, die den aktuellen Anforderungen für Xenon- und LED-Scheinwerfer entspricht. Bis zur Eröffnung soll zudem ein Nebengebäude entstehen, das als Lager genutzt werden soll.

Zum Service gehört für Jörn Kerkamm unter anderem ein Wickelraum und ein behindertengerechtes WC. Seinen Kunden stehen außerdem Übernachtungsplätze und eine Entsorgungsmöglichkeit zur Verfügung.

Mit seinem Unternehmen baut Jörn Kerkamm hauptsächlich Lkw zu Weltreisemobilen um, wie der Unternehmer aus Elmshorn sie nennt. Übrigens: der neue Unternehmenssitz wird auch weiterhin in Elmshorn sein, umgezogen wird in die Werner-von-Siemens-Straße 2-4. Die offizielle Eröffnung ist ab dem 20. April vorgesehen. Die Produktion der Fahrzeuge wird in der Daimlerstraße bleiben, Büro, Service und Feuerwehr-Technik ziehen in den Neubau.

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