Es muss nicht Afrika sein, Abenteuer geht auch im Tagebau. Lesen Sie im aktuellen EXPLORER die spannende Reportage zur Lausitz Safari

Es juckt des Fahrers Fuß auf dem Gaspedal, das Lenkrad hält er fest in den Händen. Vor ihm Sand, so weit das Auge reicht. Konzentriert erfasst sein Blick die steile, sandige Anhöhe vor der Motorhaube. Langsam, aber sicher steigt der Adrenalinspiegel. Und mit ihm der Steyr Rad um Rad die Steigung empor. „Immer schön langsam“, ertönt es aus dem Funkgerät.

Nicht im mehrere tausend Kilometer entfernten Afrika erklimmt der Offroader einsam die Anhöhe, sondern, mit fachlicher Anleitung beim Offroad-Fahrtraining, nur 150 Kilometer südöstlich von Berlin. In der Lausitz. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man beim Anblick dieser überdimensionalen Kiesgrube jedoch glauben, weit weg von Europa zu sein. Tiefe, durch Wasser ausgespülte Canyons und Rinnen durchbrechen die Abhänge. Das Braunkohlerevier im südöstlichen Brandenburg und nördlichen Sachsen, das geprägt wurde von Förderbrücken und Abraumhalden, entpuppt sich als Fahrparadies eines jeden Offroaders. Dort, wo seit Ende des 19. Jahrhunderts Braunkohle abgebaut wurde, wo zahlreiche Dörfer und Städte der Gewinnung des braunen Goldes weichen mussten, befindet sich heute der derzeit abwechslungsreichste und größte Abenteuerspielplatz des Landes und Austragungsort der Lausitz Safari. Aber nicht mehr lange, denn nach dem Ende der Nutzung der Flächen zur Braunkohlegewinnung werden die Tagebaue nach und nach geflutet. Entstehen soll so die größte Binnenseenlandschaft Europas. Von der Industrieregion zum Tourismusgebiet. So wird in wenigen Jahren nichts mehr an eine Sandwüste erinnern. Zeit, dieser Gegend im Umbruch einen Besuch abzustatten.

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