Der Landstar von Lunar überrascht mit einem ungewöhnlichen Grundriss. Der Mercedes Sprinter mit Allradantrieb besitzt eine große Sitzgruppe im Heck, die sich nachts zum Doppelbett wandelt

Moment mal. Nachdem sich, von elektrischer Zauberhand geöffnet, die Schiebetür aus dem Blickfeld geschoben hat, muss umdisponiert werden. Kein Platz für Fotograf und Kollegin, trotz sieben Meter Länge hat der Landstar nur zwei Sitzplätze. Damit hat keiner gerechnet – den Händler einmal ausgenommen. „Wir suchen aktiv nach besonderen Fahrzeugen mit unkonventionellen Grundrissen“, erklärt Matthias Guse, der den brandneuen Landstar für unseren Test bereitstellt. Und in England sei nun einmal eine große Küche samt Kuschel- sitzgruppe für viele wichtiger als ein festes Bett im Heck. Gut, dann muss es eben mit reduzierter Besetzung zur Ausfahrt gehen. Der 160-PS-Diesel schnurrt schon, schnell noch aus der optionalen Siebengangautomatik das Passende ausgewählt, und schon rollt der fast 97.000 Euro teure Engländer vom Hof, Kurs Ost.

Die Marke Lunar ist in Deutschland kaum bekannt, noch weniger die umgebauten Kastenwagen des britischen Herstellers. Eigentlich ein Wunder, boomt doch die Kastenwagen-Szene derzeit wie kaum ein anderes Camping-Segment. Gut bekannt hingegen ist das Fahrgestell, auf dem nördlich von Manchester der Landstar aufgebaut wird. Es handelt sich hier um den Mercedes Sprinter der aktuellen Generation, mit 4,33 Meter Radstand und Serienhochdach. Soweit also nichts Besonderes. Oder vielleicht doch?

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