Sich ein großes Fernreisemobil anzuschaffen, ist eine Sache – wer aber erklärt den Umgang mit dem Lkw? Action Mobil bietet nun neben seiner beliebten Konvoifahrt erstmals eine Ausbildung an. Wir begleiteten die Tour.

“Meine Reifendrucktabelle sagt, dass mit Sanddruck maximal 20 Kilometer in der Stunde gefahren werden sollten. Ist das richtig?“ Kurzes Knacken im Funkgerät, ein Moment Stille, 18 Paar Ohren warten gespannt. „Ja, das ist eine sinnvolle Empfehlung.“ Theorieunterricht während der Fahrt, direkter können Informationen kaum fließen. Neun Paare haben sich mit ihren Reise-Lkw nach Marokko aufgemacht, um eben diesen Mix aus Urlaub und Unterricht, Aufregung und Entspannung zu erleben. Fahren und lernen in der Gruppe, drei Wochen lang. 22 Konvois hat der österreichische Fahrzeugbauer Action Mobil in den vergangenen 31 Jahren organisiert. Immer komplexer und größer wurden die Fahrzeuge mit der Zeit, zugleich nahm auch die Zahl unerfahrener Quereinsteiger zu. So war es keine große Überraschung, dass die angebotene Tour von Action Mobil schnell begeisterte Teilnehmer fand. Erklärtes Ziel der Organisatoren: nicht nur einen netten Urlaub in toller Landschaft und mit Gleichgesinnten zu verbringen, sondern auch das eigene Action Mobil besser verstehen und beherrschen zu lernen. „Ich habe neun Jahre gebraucht, um das Nötige zu lernen – warum sollen andere genauso lange dafür brauchen?“, beschreibt Hans Schrijen seine Überlegung. Zusammen mit seiner Frau Nancy Verheijen arbeitet der Holländer und Inhaber von Expedition Far East nicht nur die Reiseroute aus, sondern ist auch Lehrer, Motivator und Mentor für die Teilnehmer aus halb Europa.

Seit Jahren wachsen und wachsen die Fernreise- und Expeditionsmobile, werden komplexer und technischer. Action Mobil gehört hier schon lange zu den Marktführern, ist im Umgang und Aufbau von Drei- und Vierachsern ganz und gar nicht ungeübt. Die Kunden aber, die sich über viele Jahre nach und nach an größere Fahrzeuge wagen, deren Erfahrung parallel zur Mobilgröße wächst, werden seltener.

EXPLORER - Winter 2014/2015
Was die Teilnehmer auf ihrer Reise erlebten, lesen sie in der Winter-Ausgabe des EXPLORER.
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