Fahrradträger für Offroader – was geht?

Welche Transportmöglichkeiten gibt es für Fahrräder, welche Vor- und Nachteile haben sie? Was gibt es außerdem zu beachten? Ein Überblick

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Was bietet mehr Flexibilität auf Reisen als ein Fahrrad? Ist man mit einem größeren Reisefahrzeug unterwegs, kann man das schließlich getrost für einige Stunden parken, ­während man mit dem Fahrrad die ­Umgebung erkundet. Oder der Früh­aufsteher besorgt schon einmal frische Brötchen, während sein Reisepartner noch gemütlich in den Federn liegt.

Doch irgendwie muss das Fahrrad auch transportiert werden. Das Schöne: Für jedes Fahrzeug gibt es dafür eine Möglichkeit, sei es auf, an oder im Fahrzeug. Egal, welche Variante in Frage kommt, ein wichtiger Aspekt ist immer die Sicherheit. Von daher gilt es im Fall eines Anhängerkupplungsträgers, vor Abfahrt die Stromanschlüsse und die Beleuchtung zu kontrollieren. Zudem ist es immer ratsam, einige Kilometer nach Fahrtbeginn anzuhalten und den Träger sowie die Fahrräder auf ihren festen Sitz zu prüfen. Wie auch beim Fahrzeug­ausbau, spielt das Gewicht eine große Rolle, denn weder darf die Stützlast der Anhängerkupplung noch die maximale Nutzlast des Trägers oder das Gesamt­gewicht des Fahrzeuges überschritten werden – besonders bei E-Bikes kommen aber schnell ein paar Kilogramm zusammen.

Übrigens: Transportiert man das Fahrrad außerhalb des Fahrzeuges, sollten generell lose Teile wie Luft­pumpen, Körbe, Trinkflaschen und nicht fest montierte Fahrradschlösser entfernt und sicher im Fahrzeug verstaut werden, bei E-Bikes außerdem der Akku. Bei hohen Geschwindigkeiten oder auf ruppiger Piste können sie sich ansonsten vom Fahrrad lösen. Steht der Drahtesel am Heck nicht seitlich über, kann man ihn auch mit einer Plane abdecken und so vor Staub und Regen schützen. Ist die Plane dem Fahrtwind ausgesetzt, funk­tioniert das nicht. Für guten Schutz sollte die Plane eng anliegen. Generell kann sich das Fahrverhalten durch Träger und Fahrräder verändern, je höher sie stehen, desto mehr. Da hilft es, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit eingeschränkt ist, meist liegt diese laut Träger- Hersteller bei 120 oder 130 Stundenkilometern. Wer diese Grenze überschreitet, kann bei einem Unfall seinen Versicherungsschutz verlieren. Angaben zur Belastbarkeit bei Offroad- Fahrten macht kein Hersteller, hier muss jeder selbst mit einem wachen Auge auf Befestigungen an Rad und Auto reisen.

 

Dach

Eine Möglichkeit, die Fahrräder am Fahrzeug zu befestigen, ist auf dem Dach. Doch diese Variante wird nur für die wenigsten Reisenden in Frage kommen, da sich die Montage auf dem Dach – gerade bei Lkw wegen ihrer Höhe– als ein kleines Abenteuer gestalten kann. Reist man mit einem Gelände-wagen mit kurzem Radstand, kann es mit Dachzelt eng werden. Freude an dieser Lösung finden also eher die, die mit einem Doppelkabiner–Pickup unterwegs sind: hier sollten das Dachzelt und der Fahrradträger hintereinander Platz finden. Für die Montage des Fahrrads auf dem Dach ist oftmals ein Dachgepäckträger erforderlich, mindestens aber eine Dachreling. Für echte Offroad-Fahrten ist ein Dachträger keine Option, die Hebelkräfte werden zu groß, wenn das Fahrzeug schwankt, auch ist die Durchfahrtshöhe limitiert.

 

Dachträger stehend: Für Offroader sinnvoll, die Montage mit abgenommenem Vorderrad, das reduziert die Kräfte am Rad

 

Vorteile

  • die Sicht wird in keinster Weise eingeschränkt
  • alle Türen lassen sich ohne Weiteres öffnen
  • preiswert

 

Nachteile

  • die Montage gestaltet sich häufig umständlich
  • erfordert eine Dachreling
  • windanfällig und somit höherer Kraftstoffverbrauch
  • niedrige Einfahrten können nicht genutzt werden
  • große Hebelwirkung bei Fahrt im Gelände

 

Dachträger liegend: Weniger anfällig für Windgeräusche und ein tieferer Schwerpunkt, eine empfehlenswerte aber teure Lösung

 

Überstand

Fahrradträger gelten in der Straßenverkehrsordnung (StVO) als Ladungssicherung, für Fahrräder gelten in Deutschland die selben Vorschriften wie für andere Ladung. Demnach darf die Fahrzeugbreite inklusive Ladung 2,55 Meter nicht überschreiten und – zumindest im Fall von Reisemobilen – vier Meter in der Höhe. Ragt die Ladung auf einer oder beiden Seiten um 40 Zentimeter oder mehr über die Fahrzeugbreite hinaus, muss man Begrenzungsleuchten montieren.

Nur Fahrzeuge ab 2,50 Metern Höhe dürfen Ladung vorn tragen – jedoch darf diese nur maximal einen halben Meter hervorstehen. Nach hinten ist ein Überstand von 1,5 Metern zulässig (bei Strecken unter 100 Kilometer drei Meter). Steht die Ladung mehr als einen Meter über die Rückstrahler des Fahrzeuges, muss sie entsprechend der StVO gekennzeichnet werden. Der Transport von Rädern an der Front ist auf den ersten Blick eine charmante Lösung, doch schränkt das den Blick ein und die Bikes sind hohen Belastungen ausgesetzt, zum Beispiel durch schlagende Äste oder Steinschlag.

 

Ladung darf bei Fahrzeugen ab 2,50 Metern Höhe einen halben Meter nach vorn stehen. Am Heck liegt die Begrenzung
des Überstands bei 1,50 Metern

 

Heck

Die wohl beliebteste Lösung unter Overlandern ist der Heckfahrradträger. Er ist genauso schnell am Fahrzeug montiert wie die Fahrräder auf ihm – und es gibt ihn in allen möglichen Ausführungen. So lassen sich Fahrräder am Heck von Geländewagen transportieren, und auch an dem von Pickups und Lkw. Der Vorteil des Heckträgers: Es lassen sich viele Drahtesel damit transportieren, teilweise können die Träger auf drei oder vier Schienen erweitert werden. Beim Auf-laden sollte das schwerste Fahrrad zuerst montiert werden, das nächste dann in entgegengesetzter Richtung. Sinnvoll: ein Spanngurt, der die Räder zum Auto hin sichert.

 

Anhängerkupplung

Fahrradträger für die Anhängerkupplung lassen sich für viele Reisefahrzeuge verwenden – vorausgesetzt, sie sind mit einem Kugelkopf ausgestattet – Nachrüstsätze gibt es ab 250 Euro. Ihr Nachteil ist, dass diese Träger das Kennzeichen verdecken, weshalb man für sie ein drittes Kennzeichen besorgen muss. Bei der Zulassungsbehörde muss man es zwar nicht mehr vorführen, da das dritte Kennzeichen keine Stempelplakette benötigt, doch es muss nach StVO beleuchtet und gut sichtbar sein. Stichwort Beleuchtung: Die Rückleuchten des Fahrzeuges werden vom Träger oder den Fahrrädern oftmals verdeckt. Deshalb sind in Deutschland für Anhängerkupplungsträger zusätzliche Rückleuchten vorgeschrieben, das treibt die Anschaffungskosten nach oben. Verdeckt werden können zudem Parksensoren und die Rückfahrkamera.

 

Die klassische Variante. Allerdings kann der Fahrradträger auf der Anhängerkupplung Fahrten im Gelände durch einen geringeren Böschungswinkel einschränken – hier ist Vorsicht geboten

 

Einige der Anhängerkupplungsträger können mitsamt der Räder nach hinten geklappt werden, sodass man die Heckklappe des Fahrzeuges öffnen kann, ohne den Träger vom Fahrzeug demontieren zu müssen. Gerade die Fahrradträger für die Anhängerkupplung sind keine kostengünstige Anschaffung, doch hier lohnt es sich, einmal richtig zu investieren. Die Träger halten oft viele Jahre, außerdem können billigere Produkte durch einen lockeren Sitz negativ auffallen. Bevor man sich für einen Träger entscheidet, ist ein Blick in die Bedienungsanleitung ratsam: Nicht alle Fahrradträger sind für Aluminium–Anhängerkupplungen zulässig, manche erfordern welche aus Stahl. Praktisch sind solche Träger, bei denen die Haltestange dem Heck am nächsten ist und die Fahrräder vor ihr befestigt werden. Unpraktisch sind solche, bei denen die Haltestange zwischen den Fahrrädern sitzt, da eines der Räder dahinter gehoben werden muss.

 

Heckklappe

Eine Alternative zu Fahrradträgern für die Anhängerkupplung sind solche für die Heckklappe. Beliebt sind sie vor allem bei Kastenwagen mit Heckklappe, kleine Modelle passen auch an die Heckklappen von Pickup-Hardtops. Die Heckklappenträger sind schnell aufgebaut, werden häufig nur mit Gurten oder Klemmschellen fixiert (Löcher bohren ist unnötig), der Kofferraum ist frei zugänglich und aufgrund der fehlenden Elektrik können keine Probleme mit Kabeln und Rückleuchten entstehen. Spricht alles für diesen Fahrradträger, oder?

 

Manche Modelle passen auf verschiedene Hecks – beispielsweise auf die von Kombis, und Kastenwagen,  sowie auf Schräg- oder Stufenhecks. Praktisch für den Einsatz im Alltag wie auf Reisen

 

Fast, denn durch die fahrzeugnahe Montage können Lackschäden entstehen, Schutzfolien helfen hier nur bedingt. Die Klappe und die Scharniere unterliegen einer höheren Belastung, stärkere Gasdruckfedern können zwar helfen, doch ist der Träger einmal nicht montiert, öffnet sich die Heckklappe dann mit zu viel Schwung. Bei Hochdächern oder Dachzelten lässt sie sich zum Teil nicht mehr vollständig öffnen, da die Lenker den Weg versperren. Dadurch wird der Zugang zum Heckstauraum erschwert. Da die Fahrräder deutlich höher angebracht werden, muss man sie zum Transport sehr hoch heben – und sie versperren dann die Sicht durch die Heckscheibe. Aber: Gegenüber dem Fahrradträger für die Anhängerkupplung verfügt man bei dieser Variante über das Maximum an Bodenfreiheit hinter der Hinterachse.

 

Fahrradträger
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Innenraum

Wer ein besonders teures Fahrrad besitzt, für den könnte diese Variante interessant sein: Das Fahrrad wird einfach mit in die Kabine genommen, parkt im Gang oder zwischen den Bänken der Dinette. In manchen Fällen muss man das Vorderrad abmontieren – je nachdem, wie viel Platz zur Verfügung steht und ob man sich für einen Träger mit Gabelhalterung entschieden hat. Alternativ kann das Fahrrad an Zurrschienen befestigt werden. Besonders bei Geländefahrten ist ein fester Sitz des Fahrrades wichtig, um die Möbel nicht zu beschädigen. Dies vorausgesetzt, ist der Radtransport im Innenraum für echte Offroad-Fans die beste Lösung.

 

Sicher und Schnell – Im Innenraum ist das Fahrrad vor Diebstahl geschützt. Allerdings gelangt Schmutz auf diese Weise leicht in den Innenraum

 

Vorteile

  • das Fahrrad ist besser vor Diebstahl geschützt
  • der Böschungswinkel bleibt unverändert
  • die Sicht wird nicht eingeschränkt


Nachteile

  • Schmutz gelangt in die Kabine
  • eingeschränkte Bewegungsfreiheit in der Kabine
  • Ein- und Ausladen kann lästig werden

 

Heckgarage

Besonders für große Lkw bietet sich eine Heckgarage an, möchte man auf sein Fahrrad während der Reise nicht verzichten. So muss man sich keine Sorgen um Langfinger machen, wenn man das Fahrzeug für einige Zeit verlässt, ohne das Rad mitzunehmen, und es ist nie der Witterung ausgesetzt. Gerade in Zeiten der schweren, aber immer beliebter werdenden E-Bikes, kann eine absenkbare Heckgarage vorteilhaft sein. Darin gibt es mehrere Möglichkeiten, Fahrräder zu befestigen: sei es am Boden, festgezurrt auf Schienen oder an der Wand. Die Stauraummaße sollten beim Bau entsprechend geplant werden.

Mit Hilfe eines Schienensystems kann man das Fahrrad bequem aufsetzen, festzurren und in den Stauraum schieben

 

Vorteile

  • das Fahrrad ist vor Regen & Schmutz geschützt
  • das Fahrrad ist sicher vor Diebstahl
  • meist kann das Fahrrad zusammengebaut bleiben
  • der Böschungswinkel bleibt unverändert

 

Nachteile

  • nimmt viel Platz in Anspruch
  • nur für große Reisefahrzeuge geeignet

 

 

Mehr Komfort geht kaum: Bei einer höhenverstellbaren Heckgarage kann das Fahrrad (oder Motorrad) ebenerdig auf den Träger montiert werden

 

Befestigungsarten

Wie die Fahrräder auf dem Träger befestigt werden, hängt vom jeweiligen Modell ab. Wichtig ist ein fester
Sitz des Fahrrades in jede Richtung. Sind die Radschienen beispielsweise für Mountainbikes etwas zu schmal, reicht es meist, etwas Luft aus den Reifen zu lassen.

 

Fahrradträger
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Warntafel

Deutschland, Österreich, Schweiz. In den meisten europäischen Ländern herrscht keine Warntafel-Pflicht. Die Ladung muss lediglich ab einer bestimmten Länge Überstand (in Deutschland 1,5 Meter ab den Rückleuchten, in der Schweiz ab einem Meter) nach den vorgegebenen Richtlinien gekennzeichnet werden.

Gemeinsamkeiten Italien und Spanien. In Italien und Spanien muss jede nach hinten über die Abmessung des Fahrzeuges überstehende Ladung mit einer reflektierenden Warntafel gekennzeichnet werden. Es muss also sogar ein leerer Heckträger mit einer Warntfafel versehen werden, wenn er kein fest montiertes Fahrzeugteil ist. Die Tafel muss rot-weiß gestreift und 50 x 50 Zentimeter groß sein. Reicht die Ladung über die gesamte Fahrzeugbreite, müssen beide Seiten mit jeweils einer Warntafel ausgestattet sein. Vorn am Fahrzeug ist Ladung verboten.

 

 

Unterschiede Italien und Spanien. Wer nach Spanien reist, darf nicht die selbe Warntafel wie in Italien verwenden. Beide unterliegen verschiedenen Vorschriften und unterscheiden sich in der Anzahl der Streifen. Zudem hat die spanische Warntafel einen schwarzen Rahmen. Wer häufiger in beiden Ländern unterwegs ist, der kann sich eine Kombi-Warntafel kaufen, die auf der einen Seite die italienische, auf der anderen die spanische Markierung aufweist. Die Vorgaben gelten auch, wenn man Spanien oder Italien auf seiner Reise nur durchquert.

 

Eigenbau

Neuere Fahrradträger-Modelle verfügen meist über eine EU-Betriebserlaubnis und müssen daher dem TÜV nicht noch einmal vorgeführt werden. Doch was ist, wenn man sich seinen Fahrradträger selbst baut?

 

Fahrradträger selbst bauen ist erlaubt. Dennoch muss man einige Vorgaben einhalten, damit die Versicherung im Notfall greift

 

Ist er fest mit dem Fahrzeug verbunden, also beispielsweise verschweißt, muss er von einem Sachverständigen abgenommen und die neue Fahrzeuglänge eingetragen werden. Das gilt nicht, wenn man den Träger jederzeit mit Bordmitteln demontieren kann. Selbstverständlich müssen trotzdem die Vorgaben zur Beleuchtung, zum Überstand, zu entgrateten Kanten und – montiert man auf der Anhängerkupplung – zur zugelassenen Stützkraft eingehalten werden. Ist man sich beim Bau des Fahrradträgers unsicher, lohnt es sich, einmal mehr beim TÜV nachzufragen.

 

Sicherheit geht vor: Wer sein Fahrrad nicht ausreichend fixiert, haftet im Falle eines Unfalls selbst

Kosten: Fähre & Versicherung

Beachtet man folgende punkte, lassen sich unnötige kosten vermeiden

Fähre. Möchte man mit dem Schiff verreisen, muss man bei der Buchung unbedingt die Gesamtlänge angeben, also die Länge des Fahrzeuges inklusive Fahrradträger – oder unbeladen auch nur mit Anhängerkupplung. Gleiches gilt für die Höhe: neben der Fahrzeughöhe müssen Dachträger und Fahrräder mit einberechnet werden. Gegebenenfalls fallen zusätzliche Kosten an – doch die zahlt man besser bei der Buchung, als später eine deutlich höhere Nachzahlung zu -riskieren. Wer genug Platz im Fahrzeuginneren hat, sollte sein Velo für die Überfahrt im Wohnraum parken. Vorsicht, wer ohne Wohnmobil-Zulassung seinen Camper mit Fahrrädern vollstellt: Findige Kassierer können dann die Einstufung in den Frachttarif fordern.

Unfall. Wenn der Fahrradträger fest mit dem Fahrzeug verbunden ist, ist dieser im Fall -eines Unfalls von der Kfz-Versicherung abgedeckt. Voraussetzung für die Kostenübernahme ist, dass die vorgegebenen Stützlasten und Geschwindigkeitsbegrenzungen des Herstellers nicht überschritten wurden. Fällt das Fahrrad während der Fahrt aus dem Träger und beschädigt ein anderes Fahrzeug, wird der Schaden an selbigem von der Haftpflichtversicherung beglichen. Das verlorene Fahrrad wird nicht ersetzt, es sei denn, man hat eine passende Kasko-Extra-Versicherung.

 

Der Überstand durch Fahrradträger muss bei der Buchung der Fähre mit einberechnet werden.

 

Diebstahl. Soll das Fahrrad am Fahrzeug gegen Diebstahl abgesichert werden, ist eine Nachfrage bei der Versicherung ratsam. Teilweise bietet die Hausratversicherung eine Fahrrad-Klausel als Erweiterung an, auch gibt es eigenständige Rad-Policen. Voraussetzung dafür, dass die Versicherung einspringt, ist meist eine feste Verbindung des Fahrrades mit dem Träger, sprich: es muss abgeschlossen sein. Teilweise muss das Velo zusätzlich mit einem Fahrradschloss gesichert werden, manche Versicherungen legen über Nacht eine Zeitspanne fest, in der sich das Rad in einem verschlossenen Raum befinden muss.

Wird der Fahrradträger vom Fahrzeug gestohlen, greift die Teilkasko. Das gilt jedoch nur, wenn der Träger fest verbunden und abgeschlossen ist. Je nach vereinbartem Wert der Selbstbeteiligung, kann in manchen Fällen nicht mehr allzu viel Geld zurückerstattet werden.

 

Um einen Diebstahl zu vermeiden, sollte man das Fahrrad zusätzlich über ein Schloss am Fahrradträger sichern

 

E-Bikes

Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich E-Bikes. Kein Wunder also, dass die mit auf Reisen kommen – so lässt sich ein Ort noch viel bequemer erkunden und der Weg zum nächsten Bäcker ist nicht mehr allzu beschwerlich. Doch so viele Vorteile E-Bikes auch haben, so gibt es doch einen entscheidenden Nachteil: das Gewicht. Während ein normales Fahrrad etwa 15 Kilogramm wiegt, bringt ein E-Bike mit Motor und Akku etwa zehn Kilogramm mehr auf die Waage. Dadurch schränken sich die Transportmöglichkeiten für das Elektrorad ein.

Idealerweise bietet sich die Mitnahme in der Heckgarage oder im Innenraum an. Doch wer den Platz nicht hat, muss das E-Bike nach draußen verlagern. Lose Teile, wie beispielsweise der Akku, sollten abmontiert und sicher im Fahrzeuginnenraum verstaut werden – das verlagert zum einen Gewicht in den Innenraum, ist gleichzeitig aber auch ein effizienter Diebstahlschutz.

 

Gerade bei schweren E-Bikes sind Auffahrschienen bei Fahrradträgern praktisch

Dach

Abgesehen davon, dass viele nicht mal so eben ein E-Bike auf das Fahrzeugdach heben, stößt bei manchen Fahrzeugen die Traglast des Daches schnell an ihre Grenzen. Je nach Fahrzeugart, liegt die Dachlast im Fahrbetrieb in den meisten Fällen zwischen 50 und 100 Kilogramm. Durch das Eigengewicht des Dachträgers plus dem des E-Bikes, ist die Gewichtsgrenze schnell erreicht. Zudem sind die Halterungen meist nur auf das Gewicht von normalen Fahrrädern ausgelegt, sodass sie bei stärkeren Bremsungen nicht immer den erforderlichen Halt bieten.

 

Heck

Die gängigste Methode ist die Befestigung des E-Bikes auf einem Anhängerkupplungsträger. Hierfür gibt es von Herstellern extra zugelassene Fahrradträger, die zum einen auf das höhere Gewicht ausgelegt sind und bei denen zum anderen der Abstand zwischen den Fahrrad-Halterungen etwas größer ist. Doch das reicht nicht: Bedacht werden muss vor allem auch die zulässige Stützlast der Anhängerkupplung, die nicht überschritten werden darf. Auf ihr lasten nämlich nicht nur ein bis zwei Elektrofahrräder, sondern auch der etwa 13 bis 18 Kilogramm schwere Fahrradträger. Wichtig: Oft geben die Träger-Hersteller Maximal-Gewichte pro Fahrrad an, da auch die einzelnen Befestigungspunkte auf das Mehrgewicht ausgelegt sein müssen. Statt drei normaler Fahrräder zwei E-Bikes aufzuladen – das kann also unter Umständen schiefgehen.