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Neues Notrufsystem NG eCall in Kraft

Neue Fahrzeuge müssen seit 1. Januar 2026 das neue Notrufsystem NG eCall an Bord haben
Elektronische Notrufsysteme im Fahrzeug versprechen schnelle Hilfe im Notfall. Foto © Martin-Sebastian Kreplin
Elektronische Notrufsysteme im Fahrzeug versprechen schnelle Hilfe im Notfall. Foto © Martin-Sebastian Kreplin

Das elektronische Notrufsystem eCall erhält eine neue Technik. Bislang nutzt die eCall-Technik (Emergency Call) 2G- und 3G-Mobilfunknetze, um den Notruf 112 abzusetzen und Rettungskräfte zu alarmieren. Das neue Next-Generation-(NG)-System stellt die Verbindung via 4G- und 5G-Netze her. Seit 1. Januar 2026 muss in Neuwagen die neue Technik verbaut sein. Neufahrzeuge mit dem alten eCall-System erhalten nur noch bis Ende des Jahres eine Zulassung. Hintergrund: Ab 2028 planen Mobilfunkanbieter schrittweise die Abschaltung des 2G-Mobilfunknetzes. Die Deutsche Telekom plant die Abschaltung beispielsweise zum 30. Juni 2028. Notrufsysteme in Fahrzeugen, die noch nicht das neue System nutzen, werden dann nicht mehr funktionieren. Das 3G-Netz (UMTS) wurde bereits seit 2021 sukzessive abgeschaltet und ist vollständig außer Kraft. Auch in der Schweiz hat die Abschaltung des 3G-Netzes begonnen. Langfristig wird somit die Umstellung auf das neue System für alle Fahrzeuge unumgänglich.

Automatischer Notruf

Bereits seit 2018 müssen innerhalb der EU alle neuen Pkw und leichten Nutzfahrzeuge serienmäßig mit einem automatischen Notrufsystem ‚eCall‘ ausgestattet sein. Bei Unfällen oder medizinischen Notfällen können so schnell und zielgerichtet nächstgelegene Rettungskräfte via Knopfdruck alarmiert werden. Das elektronische System überträgt zudem die Position des Fahrzeugs. Bei schweren Unfällen, etwa wenn auch die Airbags aktiviert werden, löst das System automatisch aus. Das System funktioniert europaweit.