Im August führte das iranische Außenministerium neue Visabestimmungen für ausländische Touristen ein. Die wohl einschneidendste Änderung: Individualreisen sind seitdem nicht mehr erlaubt. Wer jetzt in den Iran einreisen möchte, kann dies nur noch im Rahmen einer organisierten Reise über eine offiziell registrierte Agentur machen. Zudem müssen Touristen bei der Beantragung zusätzliche Dokumente einreichen, wie einen detaillierten Lebenslauf, einen mit dem Reiseveranstalter abgeschlossener Vertrag, bestätigte Hotelbuchungen, eine detaillierte Reiseroute sowie Links zu Social Media-Kanälen. Die Übernachtung bei Privatpersonen sowie die Nutzung von Plattformen wie Couchsurfing sind verboten.
Alle Touristen betroffen
„Im Moment ist es noch nicht eindeutig, wie lange diese Regelung bestehen bleibt. Aber aktuell – unabhängig von ihrer Nationalität und der Art zu Reisen (Backpacking, mit dem Auto oder dem Fahrrad usw.) – sind alle Touristen dazu verpflichtet, einen lizensierten iranischen Führer während ihrer Reise zu haben“, bestätigt auch Hamed Horatian, Iranischer Touristenguide, dem explorer.
Längere Bearbeitungsdauer
Die Bearbeitung des Visumantrags dauert nun etwas länger, laut der Behörden in der Regel zwei bis drei Wochen.
Die Zahlung der Reise- und Visagebühren erfolgt erst nach der offiziellen Visumsgenehmigung. Im Falle einer Ablehnung werden dem Touristen keine Kosten in Rechnung gestellt.