Der Süden Argentiniens brennt. Seit Wochen wüten in Patagonien schwere Waldbrände. Die Brandherde befinden sich nahe der chilenischen Grenze. Laut Aussagen von Ignacio Torres, Gouverneur der Provinz Chubut im Norden Patagoniens, erlebe die Region die schwerste Dürre seit über 60 Jahren. Die Region ist aufgrund ihrer atemberaubenden Landschaft und Tierwelt bei Reisenden und Overlandern sehr beliebt.
Hochsommerliche Temperaturen, Gewitter und starke Winde fachen die Feuer an und erschweren bislang die Löscharbeiten. In verschiedenen Gebieten und Ortschaften mussten bereits Einheimische und Tausende Touristen evakuiert werden. Die argentinische Regierung rief inzwischen in den Provinzen Chubut, Santa Cruz, Río Negro, Neuquén und La Pampa einen einjährigen Brandnotstand aus und erklärte die betroffene Region zum Katastrophengebiet. Zahlreiche Straßen und Zuwege wurden gesperrt, für Nationalparks gelten Zutrittsverbote.
Argentinien-Reisende sollten die betroffenen Regionen meiden und sich möglichst über lokale Medien über die Katastrophenlage informieren.
Mosambik unter Wasser
Während Patagonien brennt, wird der Südosten Afrikas von schweren Regenfällen überflutet. Mosambik kämpft mit einer Flutkatastrophe: Durch Überschwemmungen, Unterspülungen und Erdrutsche sind viele Straßen unpassierbar. Versorgungsketten wurden unterbrochen und Zehntausende Menschen mussten aus ihren Häusern flüchten. Betroffen sind insbesondere die südlichen Regionen Sofala, Inhambane, Gaza und Maputo. Noch ist keine Entschärfung in Sicht, denn die Regenzeit ist in der Saison noch früh und dauert in der Regel bis April.
Auch in Simbabwe und Südafrika haben heftige Regenfälle Überschwemmungen verursacht. Teile des Kruger-Nationalparks waren zwischenzeitlich gesperrt. Explorer berichtete. Die H7-Route durch den Park wurde inzwischen wieder geöffnet. Zahlreiche Passagen bleiben jedoch gesperrt. Viele Wege und Brücken sind durch die Wassermassen extrem geschädigt. Der Park mahnt Autofahrer zur Vorsicht. Fahrzeuge über acht Tonnen haben aktuell Zufahrtsverbot.
Marokko überschwemmt
Auch der Norden Afrikas kämpft derzeit mit den Folgen extremer Regenfälle. Nach der zuvorigen Dürre treten nun im gesamten Mahgreb Flüsse und Stauseen über. Hunderttausende Menschen wurden bereits evakuiert. In Chefchaouen, Mdiq, Fnideq, Tétouan, Tanger, Assilah, Ouezzane, Lahrache und Fahs Anjra wurde die höchste Wetterwarnstufe erreicht. Wer in der Region unterwegs ist, sollte sich bei Behörden und lokalen Medien über den Straßenzustand informieren.
Wer auf dem Weg nach Nordafrika unterwegs ist, könnte bereits im Süden Europas mit Wassermassen und gestörter Infrastruktur konfrontiert werden. Starkregen hat in Südspanien und Südportugal für katastrophale Zustände gesorgt und ganze Landstriche überspült. Zahlreiche Straßen sind gesperrt.