Auf einer Felseninsel im Meer liegt das zauberhafte Monemvasia, bekannt als „Dubrovnik Griechenlands”

Offroad Reiseziel Peloponnes – Eine Handvoll Historie

Die meisten Menschen verbinden Griechenland mit seinen traumhaften Inseln wie Santorin, Kreta oder Korfu. Aber das Land hat so viel mehr zu bieten – ohne, dass man eine einzige Fähre nehmen muss. Eine Herbsttour über die historische Peloponnes

An einer Stelle ist die Straße durch Kampos so schmal, dass der Camper gerade so mit eingeklappten Spiegeln zwischen den steinernen Hauswänden hindurchpasst. Mit ausgestrecktem Arm könnte man das von der Herbstsonne gewärmte Mauerwerk neben dem Fenster berühren. Die Straße, die durch die kleine Ortschaft im Inneren der Halbinsel Mani führt, ist nicht nur eng, sondern auch steil. Wer hier auf Nebenstraßen unterwegs ist, erlebt eine wilde, bergige Landschaft, gepaart mit fantastischen Ausblicken aufs Meer. Mani, der „Mittelfinger” der Peloponnes, hat etwas, das den Reisenden gefangen nimmt. Vielleicht, weil diese Gegend ganz anders ist als das Griechenland, das man kennt.

Die Dörfer und Gebäude auf Mani wirken widerstandsfähig. Pyrgospita wird die besondere Bauweise dieser Wohntürme genannt, die ihre Bewohner hauptsächlich vor ihren eigenen Nachbarn schützen sollten. Denn die Halbinsel mit dem hohen Gebirge hat eine morbide Geschichte. Sie machte nicht gerade durch Gastfreundschaft auf sich aufmerksam, und so diente sie bis ins 20. Jahrhundert Schmugglern und Piraten als Rückzugsort. Hunderte ihrer Einwohner sind Morden und Blutrachefehden zwischen Clans und Nachbarn zum Opfer gefallen. Am südlichsten Punkt Manis, am Kap Tenaro, erzählt die antike Mythologie, habe sich der Eingang zum Hades – zur Unterwelt – befunden. Außerhalb der Saison ist Mani fast ausgestorben.

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