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Tiere, Südamerika

Offroad-Reiseziel Pantanal: Hochwasser im Tierpark

In einem Meer der Monokulturen schwimmt im Herzen von Südamerika das Pantanal. Wer die Region zum Ende der Regenzeit besucht, kann sich zudem auf fahrerisch anspruchsvolle Etappen einstellen

Westdeutschland steht unter Wasser! Zahlreiche Zoos geflutet, 1.200 Tierarten entkommen! Klingt wie eine gute Bild-Schlagzeile? Ist aber, im übertragenen Sinne, einmal jährlich Normalität im Herzen Südamerikas. Dann nämlich, wenn die Regenzeit das Pantanal flutet. Weil die Region, obgleich über 1.000 Kilometer vom Meer entfernt, nur etwa einhundert Meter über dem Meeresspiegel liegt und auf ihrer gesamten Ausdehnung nur ein Gefälle von einem Zentimeter pro Kilometer besitzt, ist das kein temporäres Ereignis, sondern prägt das weltgrößte Süßwasser- Feuchtgebiet der Erde über Monate. Ein Spektakel, wie es auf der Welt kein vergleichbares gibt. Dennoch steht eine Reise ins Pantanal nur bei wenigen Südamerika- Reisenden auf der Liste. Und wenn, dann zur Trockenzeit, bietet diese doch angenehmere Temperaturen und bessere Aussichten darauf, einen Jaguar zu entdecken – den scheuen König des Pantanals.

 

Der Hyazinth-Ara ist ein Markenzeichen des Pantanal. Hier lebt der größte Papagei noch in nennenswerten Populationen

 

Aber ein Feuchtgebiet bei Trockenheit anschauen? Das wäre ja, als würde man den Pariser Louvre nur von außen betrachten – und sich mit einer Postkarte der Mona Lisa begnügen! Nein, es gibt eine aufregendere Reisezeit: die Wochen, nachdem der letzte große Regen abgeklungen ist. Sie liegen im April und Mai – und offenbaren eine Landschaft, die so unvorstellbar ist wie Hagenbecks Tierpark bei Sturmflut.

 

 

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