Die vergessene Welt Apennins – unterwegs in Italien

Wer an Italien als Reiseziel denkt, hat viele Regionen vor Augen, von Sizilien bis Venetien. Die Bergwelt des Apennin aber, die haben wir allenfalls als Ort verheerender Erdbeben abgespeichert. Zu Unrecht

Fahles Licht fällt durch das Dachfenster ins Wageninnere. Der Stand des Vollmondes lässt vermuten, dass die Nacht nicht mehr lange dauern wird. Die scharfen Konturen des Corno Grande und dessen dazugehöriges Gebirgsmassiv zeichnen sich langsam im Gegenlicht der aufgehenden Sonne ab. Ein neuer Morgen bricht an. Mühsam schälen wir uns unter der wärmenden Bettdecke hervor. Doch es muss sein, denn je später der Tag, desto gefährlicher und unberechenbarer wird der Berg. Jetzt, im Mai, liegt noch genügend Schnee an den steil abfallenden Flanken des Corno Grande, um den Gipfel mit dem Splitboard zu versuchen. Dies zumindest der Plan für den heutigen Morgen. Mit fast 3.000 Metern über dem Meer ist der Corno Grande die höchste Erhebung des „Gran Sasso e Monti della Laga“-Nationalparks, ja sogar des ganzen Apennin-Gebirges. Lautlos gleiten die Ski des Splitboards über die märchenhaft funkelnde Schneeoberfläche. Bis auf eine neugierige Apennin-Gämse, eine Gämsenart, die nach der örtlichen Ausrottung im Gran Sasso wieder angesiedelt wurde, lässt sich nichts und niemand blicken. Es ist still.

In rustikalen Gasthäusern sind Arrosticini oder Pecorino Marcetto im Angebot

 

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