Zum 1. Januar wechselt Island von der bisherigen Kraftstoff-bezogenen Verkehrsabgabe auf ein streckenbasiertes Maut-System, um auch E-Fahrzeuge an den Kosten zu beteiligen. Touristen können künftig zwischen einer Pauschale oder einer kilometer-genauen Abgabe wählen, gezahlt wird am Tag der Rückreise. Die Kosten beziehen sich zudem auf das Fahrzeuggewicht (bis 3,5 Tonnen, 3,5-5 Tonnen, dann pro Tonne ansteigend). Pro Kilometer sind mindestens 4,5 Cent fällig, die 10-Tages-Pauschale für die 3,5 Tonnen-Klasse beginnt bei 91 Euro. Während Isländer den Kilometerstand ihrer Autos online registrieren lassen können, waren bei Redaktionsschluss noch keine näheren Infos verfügbar, wie die Dokumentation und Abrechnung bei Fahrzeugen von Touristen erfolgen soll. Die Krafststoffkosten sollen um den Anteil der bisherigen Verkehrsabgabe reduziert werden.
Auch die Niederlande führen erstmals eine Autobahnmaut ein. Betroffen ist die im Dezember eröffnete A24 westlich von Rotterdam. Das 4,2 Kilometer lange Teistück führt auch durch zwei Tunnel. Pro Fahrt fallen für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen – unter anderem Pkw und Wohnmobile – 1,57 Euro an. Lkw, Busse und andere Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zahlen 9,49 Euro. Für Anhänger und Wohnwagen werden keine zusätzlichen Gebühren erhoben. Bezahlt wird über das elektronische Mautsystem e-Tol. Herrkömmliche Mautstationen gibt es nicht.