Ist der Dieselskandal Schuld an der Insolvenz von Tiedtke und seiner Marke WT Offroad?

Seit 9. Oktober 2018 ist es offiziell: das Hamburger Autohaus Willy Tiedtke ist zahlungsunfähig. Einen Tag später ordnete das Amtsgericht Hamburg die vorläufige Eigenverwaltung an, durch die der Geschäftsbetrieb kurzfristig an einen Investor veräußert werden soll, um die Gehälter der Arbeitnehmer zunächst zu sichern. Unterstützend stehen Willy Tiedtke zwei Sanierungsexperten der Kanzlei Görg zur Seite, die bereits in Eigenverwaltungsverfahren in der Branche positive Ergebnisse erzielten.

Grund für die Insolvenz ist unter anderem der Dieselskandal, durch den sich die Leasing-Rückläufer mit Dieselmotor häuften. Das bestätigt auch Verkaufsberater Henrdrik Soetbeer, der im April 2017 WT Offroad ins Leben rief. Die Marke unter dem Dach der Willy Tiedtke GmbH & Co. KG bietet individuelle Umbauten und veredelt Volkswagen Nutzfahrzeuge mit Allrad wie den Multivan und den Amarok. Als Teil des Unternehmens ist auch WT Offroad von der Insovenz betroffen – genau wie fünf weitere Marken des Autohauses. Die Nachricht kam für Soetbeer überraschend, nun hofft er darauf, dass das Unternehmen schnellstmöglich einen Investor findet, damit WT Offroad weiterhin bestehen bleibt.

Das Autohaus Willy Tiedtke gilt als Hamburgs ältestes Handelsunternehmen für Volkswagen, Audi und Škoda. Es wurde 1935 vom Kfz-Meister Willy Tiedtke gegründet und im Jahr 2000 in dritter Generation von Peter Tiedtke übernommen.

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