Fiese Masche – Vorsicht, Betrug!

Sie wollen Ihr Fahrzeug in einem Online-Portal verkaufen? Grundsätzlich eine gute Idee – doch passen Sie auf vor Betrügern

Vorsicht Betrug

Es scheint, als häuften sich die Betrugsfälle auf Online-Portalen immer mehr – das Internet macht es möglich. Leider sind auch wir vor diesem Problem nicht gefeit. Neben all den tatsächlichen Interessenten an Fahrzeugen im EXPLORER Markt, entpuppen sich manch potentielle Käufer leider als schwarze Schafe. Sie schicken unseriöse Nachrichten und Angebote, die teilweise auf den ersten Blick sehr attraktiv zu sein scheinen. Darauf reinfallen? „So etwas würde mir nicht passieren“, würden viele erst einmal denken, doch leider ist das doch häufiger als gedacht der Fall, warnt das LKA Schleswig-Holstein. Verhindern könne man solche E-Mails nicht – zu einfach ließe sich eine Fake-E-Mail-Adresse erstellen, zu viele Möglichkeiten eines Betrugs biete das Internet. Laut einer Studie des schwedischen Zahlungsanbieters Klarna sei bereits jeder Dritte schon einmal Opfer von Online-Betrug geworden – Datendiebstahl eingeschlossen. Aber wie kann man sich dann vor solchen Betrügern schützen?

Stutzig werden sollte man, wenn der vermeintliche Käufer

  • das Preisangebot sofort annimmt, ohne verhandeln zu wollen
  • in gebrochenem Deutsch schreibt oder lieber auf Englisch weiter kommunizieren will
  • in seiner Anfrage weder den Fahrzeugtyp noch das Fahrzeug an sich erwähnt und lediglich von Ihrer Anzeige oder Ihrem Angebot spricht
  • keine konkreten Fragen (beispielsweise zur Historie, Technik oder Materialien) zum Reisemobil stellt und es wie ein beliebiges Fahrzeug behandelt
  • anscheinend eine automatische Mail versendet, die den Eindruck erweckt, dass sie gegebenenfalls nicht auf Sie persönlich eingeht
  • eine Treuhänderbank angibt, zu der er den Geldbetrag angeblich überwiesen hat. Er wird Sie auffordern, das Produkt – oder sogar das Fahrzeug – zu versenden
  • Sie auffordert, über Ihre persönliche Mailadresse zu antworten
  • erwähnt, dass er im Besitz von mehreren Millionen Euro oder Dollar ist und somit defintiv zahlungsfähig sei
  • Ihnen eine Übergabe des Geldes über Dritte vorschlägt, da er sich noch im Ausland befinden würde

 

Außerdem:

  • Wenn eine E-Mail von vornherein einen unseriösen Anschein macht, ignorieren Sie diese.
  • Bestätigen Sie niemals ein Angebot, mit dem Sie nicht einverstanden sind.
  • Geben Sie grundsätzlich keine Bankdaten oder persönlichen Daten heraus.
  • Verschiffen Sie Ihr Fahrzeug nicht nach einer vermeintlichen Transaktion ins Ausland, hat der „Käufer“ über Paypal gezahlt, kann er den Betrag gegebenenfalls zurückfordern und behaupten, er hätte das Fahrzeug nie erhalten.
  • Versenden Sie keine Fotos von privaten oder Fahrzeug-Dokumenten – sie lassen sich schnell fälschen.

 
Für weitere Informationen zum Thema Betrug empfiehlt das LKA Schleswig-Holstein die Website der Polizei Niedersachsen (vor allem die Rubrik Themen und Tipps). Dort gibt es auch weitere Informationen zum Treuhandbetrug.