Nach Jahren wird der Wunsch der Aborigines akzeptiert: Ab Oktober 2019 darf der Uluru in Australien nicht mehr bestiegen werden

(amn) Der Name Uluru sagt wahrscheinlich selbst denjenigen etwas, die Australien noch nicht bereist haben. Rund 350 Meter hoch ist der Inselberg – auch bekannt als Ayers Rock – der zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Kontinents gehört. Über 250.000 Touristen reisen jedes Jahr in die Wüste des Uluru-Kata-Tjuta-Nationalparks, um den riesigen Fels in Zentralaustralien zu sehen. Mehr als 30.000 Bergsteiger nahmen die gefährliche Besteigung bereits auf sich, seit den 1950er Jahren sind sogar 36 Personen an dem Berg ums Leben gekommen. Doch mit den Besteigungen ist bald Schluss!

Ab dem 26. November 2019 ist der Uluru für Touristen gesperrt und das Klettern ist ab diesem Tag dort verboten. Der Grund dafür liegt Nahe: er gilt für die Aborigines als „heiliger Berg“. Schon lange fordert der in der Nähe lebende Stamm der Anangu, dass Klettertouren verboten werden. Für den Stamm ist der Berg ein heiliges Gelände, bis in die 1990er Jahre wurde er sogar fast ausschließlich nur von den Anangu verwendet.

Bereits seit Jahren bitten die Aboriginies mit Schildern am Startpunkt darum, ihren heiligen Berg zu respektieren. Vielen Besuchern war die Bedeutung des Berges jedoch nicht bewusst, dennoch gingen die Zahlen der Besteigungen von anfangs 75 Prozent in den 1990ern auf 16,5 Prozent im Jahr 2015 zurück. Doch warum wird der Aufstieg erst in zwei Jahren geschlossen? Touristen, deren Reiseplanung für Australien bereits steht, sollen diese noch umsetzen können.