Der Frühling kommt mit großen Schritten näher, da können auch die Arbeiten am Redaktions-Lkw wieder starten. Diesmal ging es am Antriebsstrang zur Sache und wurden unter anderem neue Stoßdämpfer eingebaut – Zeit, um ein paar Tage in eine Werkstatt zu verholen.

Gewicht ist bei Reisefahrzeugen so eine Sache. Meist wiegen die Mobile zu viel, im Fall von UMa ist die Sache ausnahmsweise einmal andersherum: mit ihren 7,5 Tonnen Reisegewicht und fehlendem Überhang ist sie weit weg vom möglichen Gesamtgewicht von 11,9 Tonnen – dementsprechend ist der Fahrkomfort. Schon seit längerem stehen Überlegungen im Raum wie sich die nervöse Hinterachse beruhigen lässt, eine Lösung tauchte auf der Adventure Northside auf. Dort stellte Tobias Teichmann und sein Unternehmen 4wheel24 aus – und berichtete davon, verstellbare Stoßdämpfer für Reise-Lkw zu entwickeln. Das würde nicht nur erlauben, mit ein und demselben Dämpfer auf glatter Autobahn und ruppiger Piste glücklich zu werden, sondern auch, auf Gewicht und Beladung Rücksicht nehmen zu können. Ob das bei Lkw so leicht funktionieren kann, wie es im Pkw- und Pickup-Segment schon durchaus populär ist? Nun: genau das werden wir versuchen herauszufinden, Baunummer eins der von 4wheel24 entwickelten Steyr 12M18 Stoßdämpfer werden in dieser Saison in UMa probegefahren. In der vergangenen Woche wurden die vier Zylinder getauscht und ein kleines Bedienpanel ans Armaturenbrett geschraubt, das System verkabelt und eingestellt. Die elektrische Bedienung ist später optional erhältlich, erlaubt es nun aber, die Abstimmung während der Fahrt in 16 Stufen pro Achse zu verändern – und damit schneller zu erkennen, wo die Vor- und Nachteile des Systems liegen.

Und wenn man schon einmal in einer Fachwerkstatt parkt, wurden gleich noch ein paar weitere Stichpunkte der Arbeitsliste abgearbeitet: Der undichte Wasserkühler kam neu, damit auch gleich ein passender Ladeluftkühler, die Einspritzdüsen wurden gecheckt, ein neuer Luftfilter am Dachträger angesetzt und ein Ersatzradhalter geschweißt, der statt bisher zwei nur noch ein Reserverad trägt – das alte System war aufgrund der größeren Reifen (14.00 R20 statt 365/85 R20) nicht mehr nutzbar.

So steht UMa fortan auf etwas sportlicheren Beinen, da wird es Zeit, dass Lackierung, Elektrik und eine lange Liste an Kleinigkeiten in den nächsten Tagen ähnlich gut aussehen. Gut, das mit Ostern ein paar freie Tage ins Haus stehen.

1. Teil der Umbaumaßnahme
2. Teil der Umbaumaßnahme
3. Teil der Umbaumaßnahme
4. Teil der Umbaumaßnahme
5. Teil der Umbaumaßnahme