Im Oktober 2018 ist es soweit, der Redaktionslaster verlässt für viele Jahre den Kontinent. Bis dahin gibt es noch eine Menge zu erledigen. Aber wo fängt man an?

(msk) Eine Arbeitsliste ist eine gute Sache. Einfach mal aufschreiben, was noch so ansteht. Ich habe solche Listen. Um genau zu sein, von jeder Tour, die ich bislang mit UMa unternommen habe, eine. Und nach dem Fiasko am Polarkreis ist gerade die letzte nicht unbedingt kurz. Also gut, alle auf einen Zettel zusammenführen, ausdrucken und in der Werkstatt an die Wand kleben. Das hat schon 2012 funktioniert, als die Hubdachkabine zum ersten Mal über den Atlantik ging, dann kann das für 2018 auch nicht verkehrt sein.

Als ich Ostern 2013 von der sechsmonatigen Auszeit zurückkam war Plan: in fünf Jahren geht es wieder los. Dass der Plan aufgeht, ist eine große Motivation, auch wenn es zukünftig nur bei kleinen Etappen bleiben wird, ein Monat Reisezeit pro Trip muss genügen. Wird genügen, denn der Steyr 12M18 soll für viele Jahre in Südamerika bleiben, so der Plan. Und damit fällt die Option aus, sich von Tour zu Tour ein bisschen was am Lkw voranzubasteln – und die eine oder andere Baustelle mitzuschleppen. Dass ich im Oktober 2012 auf dem Weg zum Hafen noch einen Großeinkauf im Baumarkt einlegte – muss ja keiner wissen. Diesmal muss alles passen, alles funktionieren, alles up-to-date sein. Und da schaut man sich manches Provisorium doch etwas genauer an. Immerhin: die Hubdachkabine hat sich grundsätzlich bewährt, funktioniert und hat ihre Kinderkrankheiten schon abgelegt. Aber man wird ja nicht jünger. Seit einigen Wochen gibt es nun doch eine benutzbare Dusche in der Nasszelle, die zuvor eigentlich eher ein begehbarer Kleiderschrank war. Und wohl auch diesmal kein WC bekommen wird. Und der stromfressende Kühlschrank! Raus damit, Zeit für ein effizienteres Modell. Was für ein Glück, das es durch die Tür passt, rechts links bleibt Platz für ein Blatt Papier.

So wird es in den kommenden Wochen weitergehen. Die Technik noch einmal durchchecken, ein bisschen umbauen, hier und da optimieren, ergänzen, aufhübschen. Als (meist) Alleinreisender kommt Redundanz und der Faktor Sicherheit eine andere Gewichtung als üblich, zumal die ausgetretenen Pfade Südamerikas ja schon auf der ersten Reise erkundet wurden. Jetzt soll es in die etwas abgelegeneren Ecken gehen, Bastellösungen müssen aussortiert werden. Wenn Sie Lust haben, begleiten Sie mich online dabei, an Pfingsten geht es los. Die Wettervorhersage ist günstig, das erste Material ist auch schon da. Und noch 150 Tage bis zur Abfahrt des Frachters.

Steyr 12M18 Umbau

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