Globetrotter, die extreme Touren vorbereiten und fahren wollen, finden in der neuen Version des Routing-Klassikers womöglich die geeignete Software-Basis

In Zeiten von Tablet-Computern, günstigen bis kostenlosen Navigations-Apps und hochauflösenden Open-Streetmap-Karten ist auch die Navigation abseits der Straße enorm viel leichter geworden. Doch bei allem, was auf Open-Source-Daten beruht, ist das Material nur so gut, wie die Qualität der erfassten Daten. Und dort, wo es kein Interesse zur Digitalisierung gibt, wird es dünn. Je ferner also die Ziele, je anspruchsvoller die im Kopf existierende Reiseroute, desto wichtiger ist es, dass jede Menge Karten- und Infomaterial zur Navigation zur Verfügung steht. Dieses zu sammeln, zu verwalten und zur Nutzung aufzubereiten, ist seit mittlerweile zwei Jahrzehnten die große Stärke der Software Quo Vadis. Mit der jüngst vorgestellten Version 10 (“QVX”) will Entwickler Joachim Bungert diesen Status quo aufrechterhalten.

Komplexes Programm, unendliche Funktionen

Für die Urlaubs-Routenplanung in Marokko oder Finnland ist die für Windows- und Apple-Rechner erhältliche Software die sprichwörtliche auf Spatzen gerichtete Kanone, das war immer so und ist mit QVX nicht anders geworden. Auch wenn das Layout aktualisiert und vereinfacht wurde, bietet die Software dennoch eine Funktionsvielfalt, in der sich Laienanwender schnell verlieren können. Deshalb ist es eine gute Lösung, dass das Programm 25 Tage kostenlos getestet werden kann, bevor man sich zum Kauf entscheidet. Das geht dann entweder im Abo-Modell (pro Jahr 70 Euro) oder als Dauerlizenz (150 Euro). Wer sich von Quo Vadis auch führen lassen will, muss pro Jahr noch einmal 20 Euro in ein Routing-Plugin investieren, das sowohl online (basierend auf Graphhopper) oder offline (Microsoft Maps) funktioniert. Was jeder aus Navi-Apps kennt, gibt es jetzt auch bei Quo Vadis: die Suche in den unendlich großen POI-Datenbanken von OpenStreetMap oder Google Places.

Große Kartenauswahl mit Overlay-Funktionen

Eine große Stärke von Quo Vadis war und ist das Angebot, beinahe jede beliebige Karte zu nutzen. Der Zugang zu 30 unterschiedlichen Online-Karten ist bereits vorinstalliert, es lassen sich aber auch diverse Raster- oder Vektorkartensätze hinzukaufen oder selber digitalisieren und in die Software einspielen. Abhängig vom Speicherplatz des eingesetzten Rechners, lassen sich alle für die Tour nötigen Kartenausschnitte auch lokal abspeichern. Neu hinzugekommen sind die Mapsforge-Karten, die besonders wenig Speicherplatz brauchen und deshalb für Mobilgeräte gut geeignet sind.

Tracking und Roadbook-Funktionen

Alle in der Software erstellen Routen, Wegpunkte, Tracks und POI können in passenden Datenbanken strukturiert werden, auch Bilder und Notizen lassen sich jetzt hinzufügen und sind über eine Suchfunktion auffindbar. So kann der Copilot die Reiseroute schnell und einfach dokumentieren. Wer den Rechner nur zur Planung und Vorbereitung nutzt, sich während der Fahrt aber lieber über ein kleineres Gerät lotsen lassen möchte: QVX kann Routen so aufbereiten, dass sie auf Garmin- und TomTom-Geräten wiedergeben werden können, alternativ lassen sich alle Kartenausschnitte auch maßstabsgetreu und inklusive aller gesetzten Markierungen ausdrucken.

Warenkorb