Über ein Jahr schraubten drei junge Männer aus der Nähe von Karlsruhe an ihrem „Projekt Feuerwehr“. Im August 2016 begann für sie eine lange Reise

(amn) Mai 2015: Anlieferung des Fahrzeugs. Von da an hieß es, viele Arbeitsstunden zu investieren, um das Feuerwehrfahrzeug, ein MB 1017 AF aus dem Jahr 1977, in ein Reisemobil zu verwandeln. Auf Langzeitreise sollte es gehen, das war den drei Freunden Jonas, Lukas und Moritz klar. Um dabei etwas Komfort zu haben, sollte es also gleich ein 10-Tonner sein, der vor der Abreise noch einen LKW-Führerschein erforderte.
Um keine Zeit zu verlieren, tauschten die jungen Männer sofort die defekte Hinterachse aus und nahmen dem Fahrzeug sein Markenzeichen: das Blaulicht. Sie entfernten unnötige Kabel und andere Überreste der Feuerwehrausstattung und nahmen sich im Sommer extra Urlaub, um das komplette Innenleben auszunehmen, die Kabine zu kürzen und dem Fahrzeug einen neuen Anstrich zu verleihen.
Nach erfolgloser Suche entschlossen sie sich, einen Holzkoffer nach ihren Wunschmaßen zu bauen, den sie anschließend auch mit Solarmodulen ausstatteten. Den kompletten Umbau ihres Fahrzeugs hielten sie auf ihrer Facebook-Seite fest.

Im August 2016 ging es dann los: Über die Alpen und durch die Türkei fuhr die Weltreise-WG bis nach Indien. Eigentlich sollte es nach Südostasien gehen, doch die Einreise hätte sich als zu kompliziert und teuer erwiesen. Somit zogen die drei Freunde weiter nach Nepal, um dann über Indien nach Pakistan zu reisen. In ihrem aktuellen Blog-Beitrag schreibt Moritz über die Reise nach Turkmenistan, anschließend über Usbekistan bis nach Kirgistan, wo sie ihren MB 1017 AF erstmals im Schnee erprobten. Eine große Tour und ein spannendes Projekt, der Blick auf die Website lohnt.

Aber Jonas, Lukas und Moritz sind nicht die einzigen jungen Reisefans: In der aktuellen Ausgabe berichtet der EXPLORER über drei weitere junge Männer, die ihren Traum einer langen Reise im eigenen Fahrzeug verwirklichten.