Paris ist kein Ziel für eine Offroad-Expedition, wohl aber für einen Kurzurlaub mit dem Reisemobil. Alte Fahrzeuge haben es ab sofort schwerer

Mal eben für ein paar Tage an die Seine, das ist für viele Overlander jetzt nicht mehr so einfach. Seit diesem Monat ist in der Innenstadt von Paris ein Fahrverbot für alle privat genutzten Fahrzeuge in Kraft, die vor 1997 gebaut wurden. Für Lkw gilt bereits seit vergangenem Jahr ein Fahrverbot. Konkret bedeutet das: von Montags bis Freitags zwischen 8 und 20 Uhr ist der Innenstadtverkehr tabu, außerhalb dieser Zeit und am Wochenende gilt zunächst freie Fahrt. Betroffen ist der Bereich innerhalb der “Perpherique” genannten Ringautobahn. Wer also zum Beispiel den gut gelegenen Campingplatz “Indigo Paris” anfahren will, der westlich des Bois du Bologne liegt, kann diesen von außerhalb weiterhin ohne Einschränkungen erreichen – und kommt von dort zu Fuß oder mit dem Rad bequem in die Stadt. Wer sich dem Verbot widersetzt, muss mit einem Verwarnungsgeld von 35 Euro rechnen, Wiederholungstätern drohen Strafen bis zu 450 Euro.

Paris Fahrverbot für alte Autos

Die Zufahrt – und damit das Übernachten innerhalb des Pariser Zentrums ist ab sofort erschwert

Diese Begrenzung ist aber nur der Anfang. “Ich will ein Aus für Dieselmotoren bis zum Jahr 2020”, erklärte Bürgermeisterin Anne Hidalgo. Hidalgo will stattdessen vor allem den Fahrradverkehr und den Mietwagenverleih fördern und mehr Fußgängerzonen schaffen, schließlich würden beinahe zwei Drittel der Pariser Einwohner kein eigenes Auto mehr besitzen. Landesweit ist parallel die Einführung von Umweltplaketten geplant, vergleichbar zum deutschen Modell. Es ist also wahrscheinlich, dass die Zufahrt in andere französische Städte zumindest für Besitzer älterer Reisefahrzeuge schwieriger werden wird.

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