Derzeit werden mehrere Abschnitte der Panamericana in Kolumbien bestreikt und gesperrt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in diese Gebiete vorübergehend ab

Wer die Panamericana bereist, sollte in Kolumbien derzeit vorsichtig sein. Seit drei Wochen werden Teile der Strecke von rund 20.000 Protestierenden bestreikt, was eine Durchfahrt unmöglich macht. Betroffen sind laut des Auswärtigen Amtes zum einen die Hauptverkehrsverbindung zwischen Cali und Popayan, doch auch weiter nördlich kann es teilweise zu Sperrungen kommen. Weiter östlich werde zudem die alternative Nord-Südverbindung von Huila nach Putumayo bestreikt.

Auslöser der Streiks war der Aufruf von Indigenen des Nasa-Volkes zu einer Minga, einem Protest. 12.000 Indigene kamen zusammen, außerdem schlossen sich afrokolumbianische- und Kleinbauernverbände, sowie einige Gewerkschaften an. Sie fordern den Aufbau autonomer, gemeinsamer Verwaltungsstrukturen. Unter anderem sollen Frauen- und Jugendgesetze anerkannt, Wasser geschützt und Friedensverträge eingehalten sowie umgesetzt werden. Anerkannt werden sollen zudem bäuerliche und indigene autonome landwirtschaftliche Produktionszonen. Während der Proteste starben bereits elf Menschen unter anderem durch Explosionen, weitere wurden lebensgefährlich verletzt. Das Auswärtige Amt rät von einer Reise in diesem Gebiet – inklusive der Nebenstrecken – zurzeit ab.

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