Zum 150. Gründungsjubiläum gibt es für Touristen ein besonderes Geschenk: Der Eintritt in alle Nationalparks ist für ein Jahr lang kostenlos.

Mit einer Fläche von 9.984.670 Quadratkilometern ist Kanda nach Russland das zweitgrößte Land der Erde und beinahe so groß wie Europa. Gleichzeitig besitzt es die mit  243.042 Kilometern Länge die ausgeprägteste Küstenlinie der Welt. Mit anderen Worten: In Kanada ist viel Platz für schützenswerte Natur. Das zu mehr als zwei Dritteln von größtenteils unberührten Landschaften bedeckte Land beherbergt ein Fünftel der weltweit verbliebenen Wildnisgebiete, 44 Regionen sind davon als Nationalpark geschützt. Und für die gilt im kommenden Jahr: Eintritt frei!

Anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Landes hat sich die Nationalparkverwaltung dazu entschlossen, ein Jahr lang auf die Eintrittsgelder zu verzichten. Nur Gebühren für Campingplätze und geführte Touren müssen bezahlt werden, außerdem seien vielerorts unentgeltliche Touren oder interaktive Erlebnisse geplant, so teilt Parks Canada in einer Pressemitteilung mit. Dasselbe Angebot gilt auch für die 168 historischen Ausflugsziele des Landes, zu dem unter anderem die Signal Hills in Neufundland und Fort Conger in Nunavut gehören.

Schaut man auf die Preise, ist das ein durchaus großzügiges Geschenk: Normalerweise zahlt man für einen sogenannten Parks Canada Discovery Pass als Erwachsener 67,70 CAD (rund 44 Euro), als Kind (6 – 16 Jahre) die Hälfte. Außerdem gibt es den Discovery Pass für Familien und Gruppen (bis zu 7 Personen in einem Auto) für 136,40 CAD. Dieser Pass ist ein Jahr lang für alle teilnehmenden Parks gültig. Alternativ gibt es auch Eintrittskarten für einzelne Parks, die Kosten hierfür liegen üblicherweise bei 39 CAD pro Person.

Die einheimische Tier- und Pflanzenwelt steht in 44 Nationalparks, weit über tausend Provinzparks und Naturreservaten unter Schutz. Größtes Schutzgebiet ist der 44.802 km² große Wood-Buffalo-Nationalpark im nördlichen Teil von Alberta, in dem zahlreiche vom Aussterben bedrohte Arten vertreten sind. Bemerkenswert ist der dortige, mit etwa 6000 Tieren größte Bestand frei lebender Bisons der Welt. Im Jahre 1867 gründeten drei britische Kolonien die Kanadische Konföderation. Mit dem Statut von Westminster erhielt das Land 1931 gesetzgeberische Unabhängigkeit, weitere verfassungsrechtliche Bindungen zum Vereinigten Königreich wurden 1982 aufgehoben. Nominelles Staatsoberhaupt ist Königin Elisabeth II., die durch einen Generalgouverneur vertreten wird.

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