In den letzten Wochen spitzte sich die Lage um die Region Kaschmir weiter zu. Pakistan und Indien lieferten sich Schusswechsel, Luftangriffe und Lügengeschichten

Die Region Kaschmir leidet seit ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1947 unter dem Konflikt zwischen Pakistan und Indien. Auslöser des Konfliktes war, dass sich die Region mit der Teilung Britisch-Indiens entscheiden musste, ob sie unabhängig bleiben oder sich einem der beiden Staaten anschließen möchte. Während ein Großteil der Bevölkerung muslimischen Glaubens ist und ein Anschluss an Pakistan naheliegend gewesen wäre, schloss sich der hinduistisch gläubige Herrscher stattdessen Indien an. Im selben Jahr brach der erste Krieg um die Region aus, weitere folgten. Beide Länder beherrschen einen Teil der Region, immer wieder kommt es zu Unruhen.

Erneute Unruhen

Vor rund zwei Wochen begann sich die Lage erneut zuzuspitzen. Seitdem kam es zu mehreren Schusswechseln und zu Luftangriffen, Ende Februar wurde der Luftraum über dem Gebiet gesperrt, wovon auch Flüge nach Deutschland betroffen waren. Laut der Tagesschau wartet man nun auf den nächsten Schritt Indiens, nachdem Pakistan einen Dialog angeboten hatte, um eine weitere Eskalation zu vermeiden. Außerdem berichtet die Webseite des Nachrichtenmagazins über verdrehte Fakten auf beiden Seiten.

Grenzübergang bei Wagah

Der Grenzübergang bei Wagah zwischen Amritsar und Lahore ist der einzig offene Übergang zwischen Indien und Pakistan. Somit ist er auch ein wichtiger Pfad für Overlander, die Pakistan und Indien bereisen möchten. Jeden Abend wird die Grenze mit einer Zeremonie (wie Aljoscha Gleser für den EXPLORER berichtete) geschlossen, bei der Soldaten in Uniform auf- und abmarschieren. Auf Tribünen auf beiden Seiten kommen unzählige Schaulustige zusammen, um sich das – eigentlich traurige – Spektakel anzuschauen.

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