Seit vielen Jahren ist das Hotel Oberland in La Paz eine beliebte Anlaufstelle für Overlander. Nun wurde die Anlage verkauft, die Zukunft des Hotels samt Stellplatz ist derzeit ungewiss

Es war sicherlich nicht der großzügigste Stellplatz, den man sich in Südamerika vorstellen konnte, doch im Laufe von zwei Jahrzehnten hat sich das von Walter Schmid geführte Hotel Oberland immer stärkerer Beliebtheit erfreut. Im tiefgelegenen Zentrum von La Paz gelegen, auf nur 3.200 Meter Höhe, herrschte auf den zwei ummauerten Stellflächen meist ein dichtes Gedränge von Campern und Globetrottern aller Art. Sie schätzten die aufgeräumte und gepflegte Anlage, die Austausch mit ihresgleichen und die kurzen Wege zu den Sehenswürdigkeiten dieser außergewöhnlichen Stadt. Doch allem Service für Overlander zum Trotz: das Hotel Oberland erzielte seine Umsätze vor allem aus dem Hotel-Betrieb und dort veranstalteten Tagungen, die 8 Euro pro Person und Tag auf der Campingwiese mit Platz für 20 Fahrzeuge waren nur ein Zubrot. Deshalb ist auch ungewiss, in wieweit der neue Besitzer das Angebot fortführen wird. Hatte Schmid noch einen persönlichen Bezug zu der Szene, half auch bei der Vermittlung von Autowerkstätten, sei der heutige Eigentümer weniger an der Globetrotter-Szene interessiert und fokussiere stärker auf den Hotelbetrieb. Derzeit besteht das Stellplatzangebot weiter, die sprichwörtliche sichere Schweizer Bank ist das Oberland aber in Zukunft nicht mehr. Schade um das gute Käsefondue des Hausherren.

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