Am 10. März brach auf dem italienischen Frachtschiff Grande America in der Biskaya ein Feuer aus, zwei Tage später sank das Schiff vor der französischen Küste

Als auf der „Grande America“ ein Feuer ausbrach, befand sich das Frachtschiff in der Biskaya und war auf dem Weg von Hamburg nach Casablanca, Marokko. Zunächst versuchte die Besatzung das Feuer zu löschen, das sich bereits auf mehrere Container ausgebreitet hatte. Doch es entfachte erneut und geriet außer Kontrolle, sodass das italienische Schiff gegen zwei Uhr morgens aufgegeben und die 27 Personen in einem Rettungsboot evakuiert werden mussten. Außer der 26-köpfigen Besatzung war ein Passagier an Bord, zur Ladung zählten Container und rollende Fracht – darunter mindestens elf Reisemobile.

Zum Zeitpunkt des Brands herrschte starker Seegang, was die Rettungsaktion bei ohnehin erschwerten Bedingungen beeinträchtigte, wie ein Video beweist. Dennoch konnten alle Personen auf die HMS Argyll der britischen Fregatte gerettet werden, die den Notruf der Grande America erhalten hatte. Ein Seeraumüberwachungsflugzeug der französischen Marine flog in das Gebiet, um bei der Rettungsaktion zu helfen, zudem wurde ein Hubschrauber zur Überwachung des brennenden Frachters entsandt. Ein Hochseeschlepper befand sich in der Nähe der brennenden Grande America, bis bekannt wurde: die Grande America ist am Nachmittag des 12. März gesunken. An dieser Unglücksstelle vor der französischen Küste sei laut Angaben das Wasser 4.600 Meter tief.
Außer für die Europa-Afrika-Tour wurde die Grande America von Overlandern für die Verschiffung ihres Reisefahrzeugs nach Südamerika genutzt.

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