Dieselqualität in Afrika verbessert

Dieselqualität in Afrika

In vier weiteren Staaten Afrikas wird zukünftig Diesel mit besonders geringen Schwefelanteil an den Tankstellen angeboten

Es ist die eine Frage, die alle Besitzer von Neufahrzeugen umtreibt: wann wird auch in Schwellen- und Drittweltländern Diesel angeboten werden, der für Euro-5 und -6-Motoren tauglich ist? In Afrika ist man nun wieder einen Schritt weiter: Jüngst verschärften Ghana, Simbabwe, Malawi und Mosambik ihre Vorschriften und bieten nun Diesel mit maximal 50 ppm an. Warum das für den Motor so wichtig ist, haben wir in dieser EXPLORER-Ausgabe ausführlich beschrieben.

Während Marokko die schnellste und wirkungsvollste Entwicklung hinter sich hat, dort wird Diesel verkauft, der auf weniger als 15 ppm (Teilen in Million) Schwefel begrenzt ist, so wird unter anderem im Kongo, in Ägypten und in Somalia noch immer Kraftstoff verkauft, der jedem modernen Diesel schnell den Garaus macht. Doch die Tendenz ist positiv, wie auch eine vergleichende Karte zeigt, die den Standard von 2002 mit dem zum vergangenen Jahresende vergleicht: Grundsätzlich entwickeln sich die meisten afrikanischen Staaten in Richtung schwefelreduzierterem Diesel, oft aber nur sehr langsam. In den südlichen Ländern liegt der Anteil bei 50 bis 500 ppm, die östlichen Staaten, darunter Kenia, Tansania, Uganda, Ruanda und Burundi,  erlauben einen Höchstwert von 50 ppm. Dem schließen sich nun Malawi, Mosambik und Simbabwe an. Als erster Staat in Westafrika verhängt auch Ghana diesen maximalen Schwefelanteil.

Schwefelgehalt Afrika Diesel
Der Anteil von Schwefel im Vergleich, Quelle: UNEP

Ähnliche Pläne gibt es im bevölkerungsreichsten Land Afrikas, in Nigeria. Präsident Muhammadu Buhari verkündete, dass der im eigenen Land produzierte Diesel-Kraftstoff zukünftig nur einen geringen Schwefelanteil haben darf. Auch die Nachbarländer Togo und Benin fassten einen ähnlichen Beschluss. In welchem Umfang die Maßnahmen durchgesetzt und kontrolliert werden, bleibt aber vorerst noch unklar.