Vom 26. August bis 3. September öffnet der Caravan Salon in Düsseldorf. Die weltgrößte Messe ihrer Art bietet auch Allrad-affinen Besuchern Sehenswertes. Wir geben einen Überblick.

(og) Am 26. August 2017 öffnen sich um zehn Uhr die Tore des Messegeländes in Düsseldorf und die Besucher können die 13 Hallen und das Freigelände des diesjährigen Caravan Salons erkunden. 130 Fahrzeughersteller präsentieren ihre aktuellen Reisemobile, über 450 weitere Aussteller bieten Ausrüstung, geführte Reisen, Versicherungen und Zubehör. Doch nicht nur Wohnwagen-, Wohnmobil- und Zeltfans können sich bis zum 3. September 2017 zwischen zahlreichen Neuheiten und Premieren die Zeit vertreiben, auch die Offroadszene ist mit einigen Ausstellern vertreten und bietet Globetrottern die Gelegenheit, aktuelle Produkte anzuschauen und vielleicht ein kleines Messe-Schnäppchen zu machen.

Messe-Neuheiten im Globetrotter-Segment

Tischer (Stand B 30 in Halle 12). Der Pickupkabinen-Hersteller hat für die kompakte 240iger Box ein neues Bad entwickelt. Zukünftig ist dieses mit einer Schiebetür abgeteilt, das spart Platz. Dasselbe gilt für die fortan eingesetzte Toilette mit drehbarem Sitz. Ebenfalls erstmals dabei: die erste Kombi mit dem neuen Ford Ranger, für Düsseldorf wird eine Trail 260SD aufgesattelt.

Terracamper (Stand A 48 in Halle 15). Die Hagener Vanufaktur, so der übergeordnete Name, unter denen Gründer Martin Hemp seine Marken Terracmper, Flowcamper und Dogscamper zusammgefasst hat, präsentiert dem Düsseldorfer Publikum erstmals den von Grund auf neu konzipierten Allrad-Bus Terock. Der VW T6 hat ein eigens entwickeltes Dach aus Aluminium, eine höhere Matratze und einen Zusatzanbau in der Hecktür, der für mehr Platz sorgt. Der Terock kostet mit Vollausstattung zwischen 115.000 und 120.000 Euro, wer es einfacher will, schaut sich am selben Stand den simpler gestrickten Flowcamper an.

Kerkamm (Stand B 65 in Halle 14). Weltreisemobile von Kerkamm sind mittlerweile vielen ein Begriff. Der Elmshorner reist zum Caravan Salon in diesem Jahr mit gleich vier Fahrzeugen an – zwei Einzelbauten auf MAN-Basis und zwei Neuheiten im ungewohnt kleineren Format. Die erste Neuheit ist eine Alkovenkabine auf einem Mercedes Sprinter 4×4 mit Automatikgetriebe und einer Gesamthöhe von nur 2,6 Meter, Modellname AX 407. Ungewöhnlich ist die Idee eines Teilintegrierten auf Basis des Iveco Daily 4×4. Der IX 370 spielt in der Fünf-Tonnen-Klasse und ist 6,2 Meter lang.

Ququq (Stand C 36 in Halle 5). Wer auf der Abenteuer & Allrad in diesem Jahr genau hingeschaut hat, weiß es bereits: Nachdem Ququq für die Mercedes G Klasse ein Campingboxensystem entwickelt hat, folgten in diesem Sommer nun die Boxen für eine weitere Offroadikone, den Land Rover Defender 110.

Weitere Aussteller

Die Halle 14 ist seit Jahren bekannt für große und teure Fahrzeuge. Auch in diesem Jahr zeigen sich hier die Premiumhersteller der Branche. Action Mobil rollt einen Atacama 5900 auf den Stand B 73, Bliss Mobil stellt gleich mehrere Kabinen auf Stand A 65 aus und Bimobil braucht gleich zwei Standflächen, um alle Fahrzeuge auf der Messe unterzubekommen: Stand A 55 in Halle 14 und direkt gegenüber in Halle 12 auf A 29.

Kastenwagenfans werden in Halle 15 glücklich, diese ist ausschließlich dem Trend-Segment der letzten Jahre vorbehalten. Mit Allrad-Kompetenz vor Ort: Werz (A 36), CS- Reisemobile (B 26), La Strada (C 26) und HRZ- Reisemobile (C 58). Und noch ein interessanter Kastenwagen steht in Halle 17. Dort wird Hymer sein Sortiment vorstellen. Als einziger Großserienhersteller hat Hymer auch Allrad-Wohnmobile im Sortiment: ML-I, ML-T (Probefahrt im EXPLORER) und den Grand Canyon S. Den gibt es mit vier angetriebenen Rädern ab 63.000 Euro, einen ausführlichen Test lesen Sie in der Herbstausgabe 2017 des EXPLORER.
Ebenfalls aus dem EXPLORER bekannt: Der Burow Oman auf Basis des Ford Ranger. Den kann man am Stand B 48 in Halle 12 unter die Lupe nehmen.

Wer kein neues Fahrzeug sucht, sondern nur ein neues Heim auf dem vorhandenen Dach, kann sich freuen: In Halle 5 befinden sich immerhin auch vier Hersteller von Autodachzelten: Autocamp wird am Stand A 17 und Autohome am Stand B 10 zu finden sein. Eine große Vielfalt bietet das Campwerk, mit Zelt-Anhängern und einem Dachzelt, wird am Stand A 02 ausgestellt. Mit ihrem neuen australischem Zelt Darche Futura wird XP-edition am Stand D 42 bereitstehen.

Traumtourenkino an neuem Ort

Nicht mehr zentral gelegen (der sogenannten “Starterwelt” weichend), aber immer noch ein Highlight der Messe:  das Traumtourenkino im Konferenzraum 1 der Halle 10. Täglich werden hier im Stundentakt sehenswerte Vorträge der erfahrenen Reiseleiter Konstantin Abert, Janette Emerich und Uwe Hamm gehalten. Dieses Jahr auf dem Programm: das Allgäu, das Baltikum, der Baikalsee und die Mongolei, Frankreich und eine Reise von Düsseldorf nach Peking. Jeden Tag um 15 Uhr geht es zudem gedanklich entlang der Panamericana von den USA nach Feuerland.

Stellplätze und Tickets

Für Interessenten, die mit dem eigenen Camper anreisen, bietet die Messe Stellplätze direkt neben den Hallen. Die steigende Nachfrage der Plätze hat die Betreiber zu einer neuen Tarifstruktur veranlasst. Für einen unversorgten Platz bezahlt man am Tag (von 8 bis 19 Uhr) und in der Nacht (von 19 bis 8 Uhr) jeweils 9 Euro. Für die erste Buchung sind 18 Euro fällig, danach kann der Platz in 12-Stunden-Schritten verlängert werden. Schon jetzt können online Stellplätze reserviert werden. Auch Eintrittskarten können online gekauft werden. Vorteil: die Tageskarte gilt für zwei Tage und kostet statt 18 nur 14 Euro. Vor Ort können Tickets an der Kasse gekauft werden. Eine Tageskarte kostet 18 Euro, eine Zwei- Tageskarte ist 30 Euro wert. Geöffnet ist der Caravan Salon von 10 bis 18 Uhr.