Der Alkoven-Pickup auf Ford-Ranger-Basis ist eines der erfolgreichsten Fahrzeuge der letzten Jahre. Zum Baunummern-Jubiläum präsentiert Burow jetzt eine Variante mit verlängertem Radstand, der Platz für eine zweite Sitzreihe schafft

Als Claus Burow seinen Oman im Herbst 2015 vorstellte, legte er diesen konsequent als Zwei-Personen-Mobil aus und drückte den Einstiegspreis auf ein Niveau, das in dieser Fahrzeugklasse bislang unbekannt war: 49.000 Euro. Das Fazit des EXPLORER beim Test in der Sommerausgabe 2016 (hier gibt es ein Video zum Test): Der Oman könnte sich zum Bestseller mausern.
Im Sommer 2019 ist klar – der Oman wurde zum Bestseller. Ein Fahrzeug verlässt derzeit pro Woche das Werk, Baunummer 100 wurde jüngst fertiggestellt. Die Idee, auf ein einziges Modell zu fokussieren, ging für Claus Burow auf, seine Fahrzeuge rollen mittlerweile auf allen Kontinenten. Nur eine Sache fehlte den Kunden häufig: eine Rückbank für Gepäck, Kind, Enkelkind oder Hund.

Burow Oman 4

Die Radstandsverlängerung des Oman 4 im Detail

Mehr Radstand, gleiche Überhänge

Eine Zutat des attraktiven Preises war bislang der Verzicht auf Extravaganzen und Individualisierungen. Eine Kabine, ein Grundriss, eine klare Optionsliste. Die vorhandene Oman-Kabine auf einen Extracab oder gar Doppelkabiner zu setzen, hätte den hinteren Rampenwinkel jedoch genauso zum Teufel gejagt wie die bislang ausgewogene Gewichtsverteilung. Burows Ausweg: die Rahmenverlängerung des Fahrgestells um eben jene 47 Zentimeter, die der Anderthalbkabiner länger ist, als der Einzelkabiner. 3,69 Meter stehen die Räder nun auseinander, vergleichbar zu einem Mercedes Sprinter. Das vergrößert zwar den Wendekreis, dennoch fährt sich der Oman 4, so die Bezeichnung, verblüffend gut: Wer nichts von der Radstandsverlängerung weiß, würde sie nicht bemerken. Die Arbeit selbst ist extrem sauber ausgeführt, die Schäftung liegt unterhalb des Fahrerhauses. Das bringt Mehrgewicht mit sich: Der lange Ford wird nicht mit allen Ausstattungsoptionen erhältlich sein, so entfallen hier mindestens das Längsschläfer-Bett und die Anhängerkupplung.

Burow Oman 4

Der Fahrgastraum des Ford Ranger 1,5-Kabiners

Innen gleich – und doch auch nicht

Wirft man nur einen oberflächlichen Blick auf den Oman, erscheint die Wohnkabine selbst unverändert. Ein großes Bett im Alkoven (zwei Meter breit), davor eine Dinette, Pantry und große Nasszelle im Heck, alles mit einem hellen Eichedekor und vielen Fenstern rundum. Ein zweiter Blick aber offenbart, dass durch die Ein-Fahrzeug-Strategie mittlerweile jedes Detail sitzt, der Wagen ist bis ins letzte Ende durchdacht und wurde immer weiter optimiert. Gas-Kochfeld statt Spritur, Trocken-WC, verbesserte Elektrik, optimierte Abluftführung am Kühlschrank.  In Wahrheit trennen die vom EXPLORER getestete Baunummer 1 und Modell 100 Welten. Und das ist schön zu sehen.

Burow Oman 4

Der Innenraum des Oman 4

Kräftiger Aufpreis, faire Bilanz

Der Oman 4 startet bei 74.000 Euro – die Radstandsverlängerung schlägt ins Kontor. Sinnvoll und reisefertig konfiguriert, sollte man mit mindestens 85.000 Euro rechnen. Damit ist der Wagen kein Schnäppchen mehr, wohl aber nach wie vor ein preiswerter Offroad-Camper für die große Fahrt. Der Öffentlichkeit präsentiert Claus Burow den neuen Wagen erstmals auf dem Caravan Salon in Düsseldorf (31.8. bis 8.9.), den ausführlichen Test können Sie im kommenden Frühjahr im EXPLORER 2020-03 nachlesen.

Burow Oman 4

Burow Oman 4: Jetzt auch als 1,5-Kabiner

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