In Brasilien galt der Ausbruch der Gelbfieber-Epidemie als beendet. Nun wurde ein toter Affe gefunden, der mit dem Virus infiziert war

(amn) In der Herbst-Ausgabe 2017 berichtete der EXPLORER über die Tropen-Krankheit Gelbfieber. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatten viele Länder Südamerikas ihre Einreisebestimmungen verschärft, nachdem Anfang des Jahres in Brasilien eine Gelbfieber-Epidemie ausgebrochen war.

Vor rund 1,5 Wochen starteten die Gesundheitsbehörden eine Gelbfieber-Impfkampagne auf der Nordseite São Paulos, der größten Stadt Brasiliens. Der Grund dafür: ein toter Affe, der an der Infektion gestorben ist. Daraufhin wurde die Schließung des größten Parks der Stadt, des Anhanguera Parks, bekannt gegeben. Fern halten sollte man sich außerdem von den Parks Canivete und Córrego do Bispo.

Erst wenige Wochen zuvor gab das Brasilianische Gesundheitsministerium das Ende des Gelbfieber-Ausbruchs bekannt. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich seit Dezember letzten Jahres 777 Menschen infiziert, 261 Menschen von Ihnen verstarben.

Jährlich erkranken rund 200.000 Menschen weltweit an dem Virus, das über eine Stechmücke übertragen wird. Meist verläuft die Krankheit wie ein grippaler Infekt, da sie Gliederschmerzen und Fieber verursacht. Sie kann jedoch auch zu Gelbsucht und Nierenversagen führen – in rund 15 Prozent der Fälle endet die Erkrankung tödlich. Die Einreisebestimmungen mancher Länder erfordern eine Gelbfieber-Impfung, die spätestens 10 Tage vor der Einreise erfolgen muss.

Betroffen sind außerdem Gebiete in Afrika, südlich der Sahara. In Angola und dem Kongo konnte zuletzt Anfang des Jahres aufgrund einer Impfkampagne eine der größten Gelbfieber-Epidemien beendet werden.