Erstmals wurde das beliebte Globetrotter-Treffen in der Heide von einem neuen Veranstalter ausgerichtet. Wetter und Besucherzahlen blieben stabil

Man sagt, neue Besen würden gut kehren. Carsten Rennecke hat bewiesen, dass man auch ohne Großputz überzeugen kann. Der Wahl-Berliner übernahm nach 20 Jahren die Organisation des AMR-Globetrotter-Treffens und setzte in Jahr 1 nach Jörgen Hohenstein alles daran, dem Besucher diesen Wechsel nicht spüren zu lassen. “Ich wollte, dass die Gäste alles so wiederfinden, wie es im Laufe der Jahre gewachsen ist”, erklärt Rennecke seinen Plan. Und der ist aufgegangen. “Nahtloser Übergang”, “würdige Nachfolge”, “gute Arbeit” tönte aus den Reihen der Besucher, vereinzelte Kritik wurde nur an der Preiserhöhung laut – erhöhte Kosten bei Platzmiete und Catering machten diesen Schritt notwendig.

Schwimmbad kostenpflichtig, Stimmung gut

Bei stabilem Spätsommer-Wetter waren der Parkplatz und die angrenzenden Wald- und Wiesenflächen schon am Freitag abend gut gefüllt, die Besucherzahlen bewegen sich auf Vorjahres-Niveau. Bemerkenswert ist die lebendige Mischung aus Stammpublikum und neuen Besuchern, die sich am Lagerfeuer, beim Plausch an den Flohmarktständen oder beim Fachsimpeln über Fahrzeugdetails und Reiseziele in heiterer Einigkeit zeigte. So war es nicht verwunderlich, dass die Nachricht, das angrenzende Freibad sei entgegen der Ankündigung nicht kostenlos nutzbar, schnell die runde machte. An dieser Stelle waren augenscheinlich der Veranstalter und die Gemeinde von unterschiedlichen Umständen ausgegangen, es konnte jedoch noch vor Ort eine kulante Lösung für beide Seiten gefunden werden – zu einer Premiere gehört eben, dass nicht alles glatt geht.

Freiwillige vor

Treffen wie dieses leben vom Engagement aller Beteiligten. Das betonte auch noch einmal Carsten Rennecke, bevor in der nahegelegenen Lopautahlhalle am Abend die Vortragszeit begann. “Für alle Bereiche lassen sich auch Profis finden, doch müssen diese Kosten auf die Teilnahmegebühr umgelegt werden”, erklärte er sein Dilemma, dass von der ursprünglichen Crew Ehrenamtlicher nur ein kleiner, harter Kern übrig blieb. In diesem Jahr griff deshalb sogar der jugendliche Nachwuchs eben dieser kleinen Truppe engagiert mit an  – und schlief standesgemäß in Zelt und Dachzelt. Wer dieses Engagement an der nach nach wie vor gemeinnützigen Veranstaltung unterstützen will, ist im kommenden Jahr herzlich dazu eingeladen. Dann findet das 22. AMR-Globetrottertreffen vom 24. bis 26. August statt.

Immer wieder schön zu sehen: die große Bandbreite teilnehmender Fahrzeuge:

AMR Globetrotter-Treffen 2017