Jedes Jahr gibt es diverse Todesfälle, die durch Rangier- oder Abbiegevorgänge verschuldet – meist von Lkw –  werden. Dabei gibt es Vorrichtungen, die helfen könnten Unfälle zu verhindern

(ys) Von Januar bis November 2018 starben in Deutschland 432 Fahrradfahrer im Straßenverkehr, 50 mehr als noch im Vorjahr. Im Schnitt verunglückten also jeden Tag rund 1,3 Radfahrer tödlich. 39 Tote gab es durch sogenannte Abbiegeunfälle, die durch LKW verursacht wurden. Von Berufskraftfahrern zwar, aber auch Globetrotter, die ihren Lkw durch die Straßen manövrieren, können Gefahr laufen, einen Radfahrer oder Rollerpiloten zu übersehen – in Deutschland und auf der ganzen Welt, wo Zweiräder auf der Fahrbahn viel stärker zum Alltag gehören, als im geordneten Deutschland.

Dabei gibt es schon seit Jahren Systeme, die für mehr Sicherheit bei Abbiegevorgängen sorgen könnten. Genau diese sind bis heute aber nicht verpflichtend – obwohl sie sich leicht nachrüsten lassen würden. Dometic bietet zum Beispiel mit seinem System Magicwatch MWE 4004 einen Abbiegeassistenten, der mit vier Sensoren für die Abdeckung des toten Winkels sorgt. Das System kann wahlweise am Seiten-, Eck-, Stufen-, oder Frontbereich montiert werden, wird über ein Geschwindigkeits-Signal gesteuert und schaltet sich automatisch ein, sobald sich das Fahrzeug in Rangiergeschwindigkeit bewegt. Der Fahrer wird durch eine vierfarbige LED-Anzeige und ein akustisches Signal aus dem Lautsprecher gewarnt, wenn sich etwas oder jemand im toten Winkel befindet. Der Assistent von Dometic kostet 399 Euro.

Wer eine allgemeine Betriebserlaubnis für das Bauteil besitzt, kann den Einbau eines Abbiegeassistenten derzeit mit maximal 1.500 Euro vom Bundesverkehrsministerium fördern lassen. Der Staat stellt fünf Millionen Euro jährlich zur Verfügung, was jedoch gerade einmal 3.333 Abbiegeassistenten subventionieren würde. Ganz schön dürftig, betrachtet man die Zahl von drei Millionen zugelassenen Lkw in Deutschland.

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