Vom 29.-31. März öffnet erstmals eine neue Offroad-Messe im Westen der Republik. Drei Wochen vor dem Start kann sich die Ausstellerliste zur Premiere sehen lassen

78 Firmen und Vereine – ein respektabler Start für Veranstalter Axel Fröhlich und seine “4×4 Rhein-Waal”. Die Indoor-Messe mit angeschlossener Freifläche, gelegen auf dem Gelände der Messe Kalkar am Rhein, bietet einen bunten Mix an Ausstellern. Was gefällt ist die Tatsache, dass sich viele Unternehmen angekündigt haben, die man bislang auf den einschlägigen Veranstaltungen nicht antraf, darunter kleine Werkstätten und Betriebe wie Camperworks, Doncamp oder Roofloft. Dass sich die neue Messe inhaltlich anders positioniert, in gewisser Form an die ersten Jahre der Abenteuer & Allrad anzuknüpfen scheint,  als es dort noch vorrangig um maximalen Vortrieb und Spaß im Gelände ging, erscheint sinnvoll – und wird durch die Präsenz verschiedener Aussteller untermauert, die sich an Menschen richten, denen der Geländewagen ihr schönstes Hobby ist. Dazu gehören die Veranstalter der German Offroad Masters (GORM) und der Verband deutscher Geländewagen-Vereine (VDGV), aber vor allem eine große Anzahl an spezialisierten Offroad-Fachhändlern und Umrüstern. Sogar Jeep gibt sich die Ehre und präsentiert seine Geländewagenflotte.

Viel für Offroader, weniger für Overlander

Wer weniger darauf aus ist, mit maximalem Materialeinsatz querfeldein zu fahren, sondern eher das Abenteuer Fernreise sucht, könnte von der aktuellen Aussteller-Auswahl etwas enttäuscht sein. Nur wenige Anbieter von Wohnkabinen und Reiseaufbauten (darunter: Multi4, Wohnkabinencenter, Cramer, Twiga, Pan-Mobil, Tischer und Trayon) kommen an den Rhein, Hersteller von größeren Mobilen haben sich keine weiteren angekündigt. Auch Selbstausbauer finden nur eine Handvoll interessanter Betriebe, die über Zubehör und Ausrüstung für Camper-Bauprojekte Auskunft geben können. Für diese Zielgruppe lohnt die Anfahrt – zumindest in diesem Jahr – allenfalls aus der näheren Umgebung.

Doch diese Fokussierung muss nichts schlechtes sein, im Gegenteil: Die Messedichte in Deutschland ist mittlerweile so groß, dass kaum ein größerer Hersteller alle Regional-Veranstaltungen abdecken kann. So fehlen auch in Kalkar Branchengrößen wie Taubenreuther, Bimobil, Frontrunner oder Genesis. Die 4×4 Rhein-Waal bietet dagegen die Möglichkeit, sich als echte Allrad-Messe zu profilieren, und damit neue, kleinere, spezialisierte Unternehmen ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Wer also neugierig ist, was der Markt so zu bieten hat, für den sind die zehn Euro in eine Tageskarte sicherlich nicht schlecht investiert. Die 4×4 Rhein-Waal öffnet am Freitag und Samstag von 10 bis 18 Uhr, am Sonntag schließt die Messe eine Stunde früher.

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