Im Reisemobil kommt der Strom nicht unbegrenzt aus der Steckdose. Um lange Zeit autark parken zu können, muss er an Bord produziert werden. Wir geben einen Überblick über die sinnvollsten Optionen

Strom, Strom, Strom. Kaum ein Thema beschäftigt uns auf Reisen mehr als der Wunsch, dass die Batterien immer voll geladen sind. Trinkwasserversorgung, Dieselvorräte oder die allgemeine Zuverlässigkeit des Autos werden immer mehr zur Nebensache, auch weil die Bevorratung immer unproblematischer wird, die Fahrzeuge jünger und besser gewartet sind. Strom aber kann man an Bord nie genug haben, er ist der Schlüssel zum Komfort: Licht, Musik, Unterhaltungselektronik, Navigation, Fotoapparat – da kann man sich vielleicht noch einschränken. Aber auch die Heizung, die Wasserpumpe und in immer mehr Fällen auch der Herd kommen ohne Strom nicht aus. Selten trifft man Reisende, die von sich behaupten, an Strom mangele es nicht. Je größer das Mobil, umso mehr Reserven kann man sich schaffen, es ist schlicht mehr Platz für ein Mehr an Akkus vorhanden.

Wichtiger ist stattdessen die Frage, auf welche Weise der tägliche Verbrauch wieder den Akkus zugeführt werden kann. Die passende Antwort ist immer individuell anders, sie hängt vom Reiseverhalten ab, von den üblicherweise angefahrenen Zielen, vom täglichen Verbrauch, der Fahrzeuggröße. Besonders schwer haben es deswegen Einsteiger, die ein neues Fahrzeug aufbauen, ohne zu wissen, wie ihr Reisealltag aussehen wird. Sie sollten immer einplanen, die Kapazitäten erweitern zu können. Alle anderen sollte vor der Umrüstung oder einem Neubau für einige Zeit Buch führen. Wieviel Strom wird entnommen, wieviel produziert? Wird es nur bei längerer Standzeit knapp oder auch bei kurzen Stopps? Soll eine komplette Autarkie geschaffen werden oder kommt das Auto von Zeit zu Zeit an die Netzsteckdose? Erst im zweiten Schritt, wenn das Stromdefizit in Amperestunden pro Tag feststeht, ist es sinnvoll, nach einem Weg zu suchen, wie dieses wieder ausgeglichen werden kann.

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