Die zweitgrößte Insel Italiens ist alles, nur nicht italienisch. Über Jahrtausende gingen fremde Mächte auf Sardinien ein und aus und hinterließen eine einzigartige Melange der Kulturen. Die beste Reisezeit: jetzt, im Frühling

Feuerschein flackert durch die dunklen Gassen. Ein Kind, ganz in Weiß gekleidet, huscht vorbei. Eigentümliche Stille liegt über allem, als plötzlich ein vierstimmiger Chor zu singen beginnt. Dann, an anderer Stelle, ein weiterer, dann ein dritter. Und wäre es nicht schon gespenstisch genug, treten auf einmal vier Menschen aus dem Dunkel, aus weißen Mänteln schauen nur ihre Hände hervor, einer von ihnen lugt mit dunklen Augen aus seiner spitzen Kapuze. Er trägt den Schädel eines Menschen vor sich her.

Es ist Settimana Santa, Karwoche. Nach einem kalten, windigen Winter gleichen die Prozessionen und Feierlichkeiten dieser Tage vielerorts eher großen, fröhlichen Frühlingsfesten, eine Ausnahme mit außergewöhnlichem Flair ist hier die Lunissanti von Castelsardo. Die Kombination aus frommer Prozession, mittelalterlicher Kulisse – der Ort wurde bereits 1107 gegründet – und einem fröhlichen Volksfest-­Ausklang in der nahegelegenen Wallfahrtskirche des Ortes Tergu am kommenden Tag spiegelt die Vielfältigkeit Sardiniens in einer einzigen Veranstaltung wider. Gleichzeitig ist die Settimana Santa der wohl aufregendste Zeitpunkt, um eine Reise nach Sardinien zu unternehmen. Man kann förmlich dabei zusehen, wie die Insel jeden Tag ein Stück weiter aus dem Winter- schlaf erwacht. Wie die Wiesen ergrünen, in den unzähligen Schafherden mehr und mehr Lämmer auftauchen, die Sonne an Kraft gewinnt, aber auf den Kuppen des Gennargentu vereinzelt letzter Schnee liegt.

Noch sitzt man in der Trattoria am Tresen und nicht vor der Tür, in der Nacht muss im Camper die Standheizung ran und von Badetemperatur ist das  Mittelmeer noch einige Frühlingswochen weit entfernt. Aber wenn am Morgen die Sonne herauskommt, hat sie bereits genug Kraft, um die Jacke im Auto zu lassen.

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