Black Beauty: G-Modell Extrem-Umbau von ICC

Auf Basis eines G 300 hat ICC Offroad versucht, die Grenzen des Machbaren zu verschieben. Herausgekommen ist eine Schönheit mit einer dunklen Seite

Mercedes G-Modell von ICC Offroad
Mercedes G-Modell von ICC Offroad

Der Moment der Erkenntnis kommt, als 3,6 Tonnen Metall auf einem Parkplatz ausrollen. Nebenan: ein G-Modell, weiß. Es liegt sonderbar tief. In dieser Minute sammeln sich alle Zahlen, alle Daten, zu einem sehr klaren, vor allem aber sehr großen Bild: 6,40 Meter Länge. 2,44 Meter Höhe. 2,15 Meter Breite. 37 Zentimeter Bodenfreiheit. Raddurchmesser 88 Zentimeter. Der nicht gerade dezente G wirkt neben dem schwarzen Monster, das neben ihm parkt, wie ein zahmes Modellauto.

Der G von ICC ist eine imposante Erscheinung

Obgleich bereits seit einigen Jahren im Markt unterwegs, ist der Aufbauproduzent ICC Offroad (vormals ICS) nicht allzu populär. Das könnte sich mit diesem Umbau ändern, denn Reise mobile auf Basis des Mercedes G sind in aller Regel deutlich kompakter, auch wenn es Ausnahmen gibt (siehe dazu: EXPLORER 03-2017). Der Mercedes-Geländewagen ist ein Spezialgebiet der Rendsburger – und wie der Zufall es will, fand sich unlängst ein Kunde, dem der bislang angebotene Camper (Probefahrt im EXPLORER 04-2016) zu klein war. Nun also das ganz große Kino.

Das Projekt zog sich über mehr als ein Jahr

Vom 463er 300 G, Baujahr 1998, blieb kaum noch etwas übrig, sieht man vom Rumpfmotor und dem vorderen Blechkleid ab. In Etappen zog sich das Bauprojekt über mehr als ein Jahr, nach zwei Reisen durch Russland und Island wurde noch einmal nachgebessert, nun ist der „ Adventure Exclusive” so etwas wie fertig. Herausgekommen ist ein regelrechtes Bollwerk, das mit 3,55 Metern Kabinen- Innenlänge, zwei Metern Innenbreite und über zwei Metern Stehhöhe mehr Wohnraum bietet als ein großer Sprinter

Schwarz, breit, stark? Das G-Modell in voller Rüstung

Nach einer Radikalkur der Basis (Rahmen sandgestrahlt, verlängert und verzinkt, Karosserie aufgearbeitet) wanderte zuerst ein Satz Bolt-on-Portale an die Achsen, zugeliefert von Tibus und ausgelegt dafür, den G mit vergleichbar geringem Aufwand etwas näher in Richtung Unimog zu transformieren. Passend dazu gab es auch gleich die entsprechenden Beadlock-Felgen mit grobstolligen Cooper-Reifen im Format 315/75 R16.

 

EXPLORER - Ausgabe 2020-04
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