Nur mit einem Batteriemonitor lässt sich erkennen, wie viel Ladung noch im Akku steckt. Im Test mussten elf Modelle zeigen, wie zuverlässig sie messen

Bei leerer Batterie versagen Lichter, Multimedia und Kühlschrank – egal wie schön der Stellplatz auch ist. Sie ist für das Bordnetz so wichtig wie der Tank für den Motor. Ihren Ladezustand zu kennen, macht längere Standzeiten erst planbar. Leider gibt es – im Gegensatz zum Kraftstofftank – keine einfache, schnelle und hinreichend genaue Methode, mit der im Betrieb ermittelt werden könnte, wie viel Strom noch in den Akkus steckt. Mehr oder weniger verlässliche Werte zum Ladezustand bekommen Sie nur mit sogenannten Batteriemonitoren. Höchste Zeit also für einen Test.

Getestete Modelle: BEP DCSM, MASTERVOLT Battman Lite, MASTERVOLT BTM-III, NASA BM-1 BT, NASA BM-1 Compact, NASA BM-1 Compact bm, PHILIPPI BCM 1, PHILIPPI PSM2, VICTRON BMV-702S, VOTRONIC 100S, WHISPERPOWER Batteriemonitor Pro

EXPLORER - Ausgabe 2018-03
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So haben wir getestet:

Die Messergebnisse wurden auf einem eigens eingerichteten Messplatz selbst ermittelt.
Der Zentrale Punkt des Tests ist die Abweichung bei der Strommessung, denn daran hängt die ganze Funktion des Amperestundenzählers. Gleichzeitig ist für diesen Schaltungsteil der größte Aufwand bei der Entwicklung der Geräte erforderlich.

Im typischen Betrieb eines Expeditionsmobils mit zwei Personen haben wir Ströme zwischen einigen 10 Milliampere (nur die Standby-Verbräuche) und rund 15 Ampere (Kühlschrank, Heizung und ein kleiner Wechselrichter fürs Notebook aktiv). Ladeströme liegen auf Dauer meist unter 25 Ampere.

Im Messaufbau wurde der Shunt des Prüflings jeweils mit 12 definierten Strömen beaufschlagt: 0,00 A | 0,05 A | 0,07 A | 0,17 A | 0,43 A | 1,32 A | 1,72 A | 5,23 A | 9,53 A | 14,2 A | 19,5 A | 25,1 A
Die Abweichung ergibt sich aus dem per Prüfstands-Messgerät ermittelten tatsächlichen Strom durch den Shunt und der Anzeige im Display des Prüflings.
Die Werte sind absichtlich nicht “glatt” gewählt. Denn erhebliche Fehler im unteren Strombereich ergeben sich nicht nur durch ungenaue Messung im Amperestundenzähler, sondern auch durch die Auflösung von dessen Display.

Beispiel:

Das bei höheren Strömen durchaus brauchbare Gerät NASA BM-1 Plus hat eine Anzeige-Auflösung von 0,1 Ampere.
Im Test zeigte es die ersten drei Ströme (0,05 bis 0,17 A) alle gleich mit “0.1A” an. Das ergibt einen enormen, über den Bereich des Diagramms hinausgehenden Anzeigefehler.
Der Zähler jedoch nimmt auch die 0,05 Ampere noch halbwegs richtig mit. Aufgrund der Anzeige-Auflösung des Zählers (1 Ah) erscheint die erste Reaktion erst nach 20 Stunden Messung im Display.
Beim Nasa BM-1 Plus und zwei anderen Geräten habe ich den Test der Zählfunktion so durchgeführt so dass 0,05 Ampere für 100 Stunden auf den Shunt gegeben wurden. Im Display stand dann “5 Ah”. Der Zeitbedarf dafür ist allerdings enorm, der Prüfstand ist dadurch für vier Tage besetzt. Und mit der Anzeige-Auflösung von 1 Ah ist der mögliche Anzeigefehler immer noch 20%. Für eine wirkliche Messung auf 1% wären pro Gerät 2000 Stunden Prüflauf erforderlich gewesen. In der Zeit (83 Tage) reisen Andere um die Welt.
Zur Verifizierung der Aussage dass kleine Ströme unterhalb der Anzeigeauflösung mitgezählt werden kam daher ein anderer Ablauf zur Anwendung: Der Zähler wurde mit der 9-Ampere-Stromquelle in kurzer Zeit genau bis zum umspringen den Anzeige “getrieben”. Dann wurde in Gegenrichtung eine Stromquelle angeschlossen die noch keine Stromanzeige bewirkt und beobachtet ob die Amperestunden-Anzeige wieder zurück zählt. Das war bei allen Probanden der Fall.

Übrigens:

Nach den Reaktionen der Hersteller sieht es so aus dass wohl die meisten nie selbst systematisch die Abweichungen ihrer Geräte ermittelt haben. Lediglich von Fa. Philippi kam ein “ja, das kann hinkommen”.
Gemessen wurde auch wie genau die Anzeige der Spannung hinkommt. Diese Ergebnisse stehen nicht im Heft da das alle Kandidaten über den wichtigen Bereich von 11,0 bis 15,0 Volt gut hinbekommen haben.

Zur Bewertung:

Testsieger (5 Sterne) sind die beiden Geräte mit der besten Stromanzeige. Zwei Geräte haben nur zwei Sterne bekommen da sie überhaupt keinen Amperestunden-Wert angeben. Alle anderen sind im Mittelfeld und gleichauf.

Getestete Modelle:

BEP DCSM, MASTERVOLT Battman Lite, MASTERVOLT BTM-III, NASA BM-1 BT, NASA BM-1 Compact, NASA BM-1 Compact bm, PHILIPPI BCM 1, PHILIPPI PSM2, VICTRON BMV-702S, VOTRONIC 100S, WHISPERPOWER Batteriemonitor Pro

Batteriemonitor Test - Großer Batterie Computer Vergleichstest
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