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Die Unimog Dauer-Baustelle: Betreten erlaubt! Umbau zum Wohnmobil

Für ihren Unimog brauchten Angelika und Robert Scholz einen langen Atem und viel Idealismus. Doch das hat sich ausgezahlt – sogar ein alter Kletterbaum hat Platz gefunden

Zum Glück gibt es immer wieder Menschen, die sich über jeden gesunden Menschenverstand hinwegsetzen und einfach ihren Traum verfolgen. Denn wie der Womog von Angelika und Robert Scholz zeigt, entstehen die besten Projekte gelegentlich aus unbedingter Sturheit heraus. Etwa, einen Haufen Schrott doch noch in ein Reisemobil zu verwandeln.

Sie kamen nicht einmal 200 Kilometer weit, da blieb ihr Traum auf vier Rädern liegen: Motorschaden. Das war 2006, und Angelika und Robert Scholz hatten den Mercedes Schwanitz gerade in Würzburg gekauft, um ihn mit ins Allgäu zu nehmen. Bilder von damals zeigen, wie ihre drei Kinder aufgeregt am Bahnsteig stehen, wie ein befreundeter Mechaniker den Wagen wieder zum Laufen bringt – zumindest vorerst. Sie schafften es gerade so, ihren Womog, wie sie die Mischung aus Wohnmobil und Unimog heute nennen, auf den Hof einer Lkw-Werkstatt zu rollen. 

unimog zum wohnmobil ausgebaut
Das Fahrzeug hat Charakter, und das darf man auch sehen –sowohl am pneumatischen Hubdach als auch an der Folierung in Rostoptik

Was sie damals nicht ahnten: Es sollte 15 Jahre dauern, bis sie tatsächlich zum ersten Mal auf Tour gehen können. „Wir dachten, wir misten das ein bisschen aus“, erzählt Angelika und Robert erinnert sich: „Alles, was ich weggeschraubt habe, war kaputt.“ Angelika: „Es hat sich als totales Fiasko erwiesen.“ Für viele wäre spätestens an dieser Stelle Schluss gewesen. „Aber irgendwann steckt man halt drin“, versucht Robert Scholz die Mischung aus Trotz und einer großen Portion Fantasie zu beschreiben, die ihn daran hinderte, alles an den Nagel zu hängen.

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