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Toyota Hilux, die neunte

Toyota hat die neueste Version seines Pickup präsentiert – inklusive einer rein elektrischen Variante. Schade: der Wegfall von Einzelkabine und Extracab

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Evolution statt Revolution, so ließe sich wohl am ehesten beschreiben, wie Toyota die Zukunft seines Pickups sieht. Sieht man von einer neugestalteten Front- und Heckpartie ab, die dem Zeitgeist folgend kantig und radikal daherkommt (Werbesprech „tough & agile“), hat sich äußerlich nicht viel verändert. Selbst Toyota weist deutlich darauf hin, dass Generation „Travo“ keine komplette Neukonstruktion sei, Brancheninsider hatten eigentlich erwartet, dass der Hilux künftig auf einer anderen Plattform aufgebaut werden würde. Nun aber bleibt es beim herkömmlichen Leiterrahmen und weiten Teilen der Generation-8-Karosserie. Dass es im Innenraum deutlich digitaler zugeht und Toyota damit dem Lauf der Zeit folgt, ist keine Überraschung. 5,32 Meter ist der neue Wagen lang, 1,85 Meter breit und kann 70 Zentimeter tief waten. Wie zuvor bleibt es bei 3,5 Tonnen Anhängelast und einer Tonne Zuladung

Auch bei den Verbrennungsmotoren gibt es  nichts revolutionäres zu berichten. Toyota setzt auf den 1GDTV-Antrieb, der auch im Land Cruiser 250 steckt und mindestens 204 PS bietet. In Europa gibt es den Motor nur in der 48Volt-Hybrid-Version, im Rest der Welt stehen auch Benziner zur Wahl. Neu hinzu kommt ein rein elektrischer Antrieb, dieser soll noch vor allem anderen Varianten bei den Händlern stehen, nämlich zum Jahreswechsel 2025-2026, während die anderen Fahrzeuge erst im Laufe des Jahres 2026 erhältlich sein sollen.

Der vollelektrische Hilux soll einen permanenten Allradantrieb bieten, mit je einem Motor pro Achse. Das kombinierte Drehmoment von 473 Newtonmetern erscheint für E-Fahrzeuge nicht überragend, der 59 Kilowattstunden starke Akku soll nach WLTP-Norm für 240 Kilometer Reichweite genügen – bei 715 Kilogramm Zuladung. Elektrisch geht es aber auch beim konventionellen Hilux zur Sache: die Lenkung ist fortan nicht mehr mechanisch. Die Anhängelast gibt Toyota mit 1.600 Kilogramm an.

Bedauerlich – und schwer vorstellbar –  ist der Hinweis, dass es den Hilux in Europa nur noch als Doppelkabiner geben soll. Damit würde der populäre und für viele Kabinenaufbauten besser geeignete 1,5-Kabiner wegfallen, ebenso das Einzelkabiner-Fahrerhaus.

Im Innenraum nimmt der Hilux viele Anleihen beim Land Cruiser 250, ohne unnötig verspielt zu wirken.